Schulz gegen Steuerpläne der Union

Kohnen auf dem Landesparteitag

Junge Menschen würden wieder in Parteien wie die SPD eintreten, weil sie spürten, dass die Demokratie in Gefahr sei. In der SPD herrsche nun "eine Zeit, in der man zusammenstehen muss, weil man weiß, es geht um eine grundsätzliche Richtungsentscheidung", sagte er am Sonntag auf dem Landesparteitag der Bayern-SPD in Schweinfurt.

Schweinfurt. Nach drei Wahl-Pleiten in Folge will der SPD-Kanzlerkandidat in die Erfolgspur und fordert von der Partei Geschlossenheit. Dies gelte für die von der Union bisher genannte Summe von 15 Milliarden Euro an Steuersenkungen ebenso wie für zusätzliche Rüstungsausgaben oder die geplante Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

Schweinfurt (dpa) - Trotz der verlorenen Landtagswahlen und sinkender Umfragewerte glaubt SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz weiter an einen Sieg bei der Bundestagswahl. Die SPD lehne aber nicht generell finanzielle Entlastungen für die Bürger ab. "Wir haben fast 140 Milliarden Euro Investitionsstau", sagte Schulz. Sie sitzt seit 2008 für die SPD im bayerischen Landtag und überzeugte wiederholt als gute Rednerin.

"Jetzt haben wir eine Durststrecke, jetzt haben wir harte Tage hinter uns", sagt Schulz zu seinen Parteifreunden. Dennoch stehe die SPD heute immer noch besser da als Ende Januar vor seiner Nominierung, als die SPD in Umfragen bei nur 20 oder 21 Prozent lag: "Jetzt liegen wir bei 26 oder 27 Prozent".

Im aktuellen "Sonntagstrend" verliert die SPD einen Zähler und kommt auf 26 Prozent. "Und ich möchte hinzufügen: Wir treten mit diesem Anspruch an, das war im Januar deutlich schwieriger". Kohnen rief die SPD zu mehr Solidarität mit Schwachen und Benachteiligten. Dieser hatte 2015 nur noch 63,3 Prozent der Stimmen erhalten. Auch müsse die SPD endlich wieder die Sprache der normalen Menschen sprechen und für soziale Sicherheit kämpfen. "Wenn Menschen Angst vor dem sozialen Abstieg haben, dann verlieren sie ihre Toleranz", sagte Kohnen.

Die von der Union angekündigten Steuerentlastungen kritisierte er beim Landesparteitag der Bayern-SPD in Schweinfurt als unseriöse Wahlkampfgeschenke. Bei seiner ersten Wahl an die Spitze der Bayern-SPD hatte Pronold noch 89,7 Prozent erhalten. Obwohl der Landesvorstand selbst einen Leitantrag mit dem Titel "Zeit für mehr Gerechtigkeit" eingebracht hat, dürften die inhaltlichen Beschlüsse des Parteitages Nebensache bleiben.

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