Weltausstellung Reformation in Wittenberg eröffnet

Anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation präsentieren sich rund achtzig Aussteller in den Wallanlagen der mittelalterlichen Stadt Wittenberg dem Wirkungsort von Martin Luther

An die Schlosskirche zu Wittenberg soll der Reformator Martin Luther im Jahr 1517 der Überlieferung zufolge seine Thesen geschlagen haben. An den Grenzen der Altstadt sind sieben "Tore der Freiheit" aufgebaut.

"Installationen, Pavillons und Veranstaltungsräume sind so platziert, dass sich überall spannende und interessante Wege durch Wittenberg entwickeln, denen die Besucher folgen und auf denen sie ihre eigene individuelle Weltausstellung Reformation zusammenstellen können", sagt Ulrich Schneider, Geschäftsführer des Vereins Reformationsjubiläum 2017.

Zu den Themen Spiritualität, Jugend, Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, Globalisierung, Kultur sowie Ökumene und Religion haben Institutionen aus Politik und Gesellschaft verschiedene Orte zum Innehalten, Lernen und zum Austausch geschaffen, zum Beispiel das Berliner "House of One" als interreligiöses Begegnungszentrum.

Die Weltausstellung "Reformation - Tore der Freiheit" dauert bis am 10. September.

Auch manche Skurrilität findet sich in Wittenberg: In einem Riesenrad können die Besucher der Weltausstellung etwa eine Runde mit einem Seelsorger drehen und "zwischen Himmel und Erde" über die Sorgen und Nöte ihres Lebens sprechen. "Diese Kraft ist nicht erschöpft, sie ist hoch aktuell und geht uns alle an". Was in der 48.000-Einwohner-Stadt Wittenberg durchaus nicht selbstverständlich ist: Nur eine einstellige Prozentzahl der Einwohner gehört in der Lutherstadt heute noch einer christlichen Kirche an.

Die Reformation sei "ein europäisches, ein wirklich weltweites Ereignis" gewesen, sagte Steinmeier.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff erklärte, die Lutherstadt Wittenberg habe durch die Vorbereitungen auf das Gedenken der Reformation vor 500 Jahren eine bauliche Veränderung erlebt, die an ein Wunder grenze. Es wird zu je einem Drittel aus staatlichen Mitteln, aus Mitteln der Kirchen und aus Geldern von Teilnehmern und Sponsoren finanziert. Denn insgesamt erwarten die Veranstalter rund 500.000 Menschen zur Weltausstellung.

Reformation heiße auch, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft zu gestalten, betonte der Bundespräsident. Schon am Mittwoch beginnt in Berlin der Deutsche Evangelische Kirchentag, zu dem unter anderem der frühere US-Präsident Barack Obama erwartet wird. Mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Marktplatz wurde am Samstagnachmittag die Schau eröffnet.

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