Anschlag in Manchester: Was wir wissen - und was nicht

Verletzte und Tote nach der Explosion in Manchester

Am Montagabend wurden bei einem Anschlag in der Arena Manchester kurz nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande 22 Menschen getötet. Premierministerin Theresa May hatte zuvor gesagt, die Polizei kenne offenbar die Identität des Selbstmordattentäters.

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag wurde ein 23 Jahre alter Mann festgenommen.

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat den Angriff auf das Popkonzert derweilen für sich reklamiert. Ein "Soldat des Kalifats konnte einen Sprengsatz inmitten einer Ansammlung von Kreuzfahrern in Manchester platzieren", meldete das IS-Sprachrohr Amak am Dienstag im Internet. Diese hätten in den Stadtteilen Whalley Range und Fallowfield stattgefunden, teilten die Beamten mit. Die Polizei arbeitet eng mit der Anti-Terror-Einheit zusammen, wie es heute von einem Pressesprecher hieß.

Neben der britischen Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat auch Bundeskanzlerin Merkel Anteilnahme bekundet: "Mit Trauer und Entsetzen verfolge ich die Berichte aus Manchester". Zudem werde noch ermittelt, ob der Täter ganz allein handelte oder als Teil eines Netzwerks. In ihrer Stellungnahme nach dem Anschlag sagte May am Dienstag in London, der Angreifer habe mit "kaltem Kalkül" auf Kinder gezielt.

Der Terroralarm bleibt derweilen auf der höchsten Stufe.

In Großbritannien haben die Konservativen und die Labour-Party beschlossen, den Wahlkampf für die Wahlen am 8. Juni vorerst auszusetzen.

Beim Konzert von Ariana Grande in Manchester sind am Montagabend selbstgebaute Bomben explodiert. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Lied Grandes gegen 22.30 Uhr Ortszeit. Eine Konzertbesucherin berichtete der BBC, sie sei von Polizisten aufgefordert worden wegzurennen, nachdem sie die Halle verlassen habe. Sie fürchtet sich davor, dass Attentäter zu ihr nach Hause oder in die Schule kommen könnten."Kinder gehen an ein Konzert, um ihre Idole zu sehen und dann passiert so etwas". 59 Menschen wurden nach Angaben von Rettungskräften verletzt. Die Spurensicherung am Tag danach bei der Manchester Arena. Mehrere Augenzeugen sprachen von einer starken Explosion kurz vor Mitternacht (MESZ).

Eine andere Zeugin, Isabel Hodgins, sagte dem Sender Sky News: "Jeder war in Panik, sie drängten die Treppen hinauf".

Augenzeugen hatten zuvor gegenüber britischen Medien von einem lauten Knall berichtet. Dort hätten auch Metallteile und Splitter gelegen. "Am Boden zerstört. Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid". "Die Tatsache, dass das Anschlagsziel einmal mehr Leute sind, die auswärts ein Konzert geniessen wollen, ist entsetzlich", schrieb sie auf Twitter. Kollegen wie Justin Timberlake und Christina Aguilera zeigten sich entsetzt.

- "Die Rolling Stones sind zutiefst bestürzt über die schrecklichen Ereignisse in Manchester und senden ihr Beileid an alle, die von dieser Tragödie betroffen sind".

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