Berlin und Göppingen im EHF-Cup-Finale

Göppingens Aufsichtsratschef Ulrich Weiß geht selbstkritisch mit der Lage bei Frisch Auf um „Vielleicht sind wir alle ein bisschen zu weich

Die Schwaben besiegten die favorisierten Füchse Berlin im deutschen Finale mit 30:22 (15:13) und verteidigten ihren Titel erfolgreich. Gegen den französischen Club St. Raphael setzte sich der SCM am Sonntag nach einem Siebenmeter-Krimi im kleinen Finale mit 32:31 (13:12) durch. Weil Keeper Jannick Green dort den Versuch von Daniel Sarmiento parierte, durfte anschließend der SCM jubeln.

Überragender Spieler beim abstiegsgefährdeten Liga-Zwölften war Kaufmann.

Berlin, das im Halbfinale noch 35:24 gegen den französischen Vizemeister St. Raphael gewonnen hatte, erwischte zwar den besseren Start in die Partie und führte schnell 5:2. "Heute ist ein großer Tag für die Füchse", sagte deren Geschäftsführer Bob Hanning. Für die in der Bundesliga kriselnden Göppinger war es der insgesamt vierte Erfolg im EHF-Pokal seit 2011. Dem Bundesliga-Vierten blieb nur die von Prokop überreichte Silbermedaille.

Göppingen, das sich im Halbfinale gegen Magdeburg durchgesetzt hatte, profitierte im Endspiel von den vielen technischen Fehlern der Füchse. Ohnehin bleibt der Wettbewerb eine Domäne der Bundesliga-Clubs: Göppingens Erfolg war der zehnte eines deutschen Teams seit 2007, nur einmal hatte in den vergangenen Jahren mit Pick Szeged 2014 ein ungarisches Team den Pokal geholt. Auch der dritte Rang bei dem Finalturnier ging mit dem SC Magdeburg an eine deutsche Mannschaft. Sie agierten fahrig und kamen gegen die aggressive Göppinger Deckung kaum noch zum Abschluss.

Der EHF-Pokal ist der zweitwichtigste europäische Wettbewerb, vergleichbar mit der Europa League im Fußball. Spätestens beim 28:20 fünf Minuten vor dem Ende knallten die ersten Sektkorken bei den Frisch-Auf-Fans.

Wenig Tröstendes fand dann nach dem Spiel auch Füchse-Trainer Velimir Petkovic für sein Team, denn er hatte so seinem früheren Arbeitgeber beim Feiern zusehen müssen.

Bester Göppinger Torschütze im Endspiel vor 5600 Zuschauern in der ausverkauften EWS-Arena war Lars Kaufmann mit acht Treffern.

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