Deutsche Welle fordert Freilassung ihres Korrespondenten im Kongo

Ein Reporter der Deutschen Welle wurde aus dem Gewahrsam im Kongo entlassen – nun wird er in Burundi festgehalten

Der deutsche Auslandssender bemüht sich um die Freilassung. Die DW hatte seine Freilassung gefordert.

"Der Vorwurf, unser Korrespondent habe spionieren wollen, ist ungeheuerlich und entbehrt jeder Grundlage", sagte DW-Sprecher Christoph Jumpelt. Antéditeste Niragira wollte in einem Flüchtlingslager bei dem Ort Kavimvira über die desolaten Bedingungen berichten, unter denen dort burundische Flüchtlinge leben. Niragira sitzt bereits seit dem vergangenen Mittwoch in Haft, nachdem er bei Dreharbeiten in einem Flüchtlingslager von Mitarbeitern des kongolesischen Nachrichtendienstes verhaftet und in ein Gefängnis in Uvira gebracht wurde. Ein von der DW beauftragter Anwalt habe sich inzwischen von der Unversehrtheit des Korrespondenten überzeugen können.

Die Deutsche Welle fordert von den kongolesischen Behörden die sofortige Freilassung eines kürzlich festgenommenen freien Mitarbeiters des Senders aus Burundi. Bislang verweigern die Behörden jedoch jede Information über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen belegt das ostafrikanische Land Platz 160 von 180 Staaten.

In Burundi war 2015 eine politische Krise ausgebrochen, als sich Präsident Pierre Nkurunziza entgegen den Bestimmungen der Verfassung eine dritte Amtszeit gesichert hatte. Seither flohen ungefähr 300.000 Menschen in Nachbarländer.

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