Deutschland: Union mittlerweile zwölf Prozentpunkte vor der SPD

Natascha Kohnen

"Jetzt liegen wir bei 26 oder 27 Prozent". "Wir werden nicht von deiner Seite weichen", sagte die Münchnerin in Richtung Schulz am Sonntag.

Nur noch 29 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich für den SPD-Kandidaten Martin Schulz entscheiden würden, wenn der Bundeskanzler direkt gewählt werden könnte.

Mit leichter Verspätung hat am späten Samstagvormittag in Schweinfurt der zweitägige Landesparteitag der bayerischen SPD begonnen.

Schweinfurt. Trotz der verlorenen Landtagswahlen und deutlich sinkender Umfragewerte glaubt der Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, weiter an einen Sieg bei der Bundestagswahl und hat seine Partei zur Geschlossenheit aufgefordert. 53,8 Prozent der Mitglieder hatten sich bei der rund sechswöchigen Abstimmung für Kohnen ausgesprochen. Aber im Vergleich zum Beginn seiner Nominierung Ende Januar als die SPD in Umfragen nur bei 20 oder 21 Prozent gelegen habe, sei die SPD nun in einer besseren Position. Anfang Februar lag Schulz noch mit 46 Prozent vor Merkel mit 40 Prozent.Neue Landesvorsitzende der SPD in Bayern ist die 49-jährige Natascha Kohnen. Am Sonntag will er mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und weiteren Spitzen der Union in Berlin über das gemeinsame Wahlprogramm diskutieren. Dennoch sei die SPD entschlossen, stärkste Partei zu werden. "Wenn Menschen Angst vor dem sozialen Abstieg haben, dann verlieren sie ihre Toleranz", betonte Kohnen. Kohnen löst den zuletzt in der Bayern-SPD umstrittenen Landeschef Florian Pronold ab.

Zwar sei die SPD in Bayern nicht an der Macht, machtlos sei sie deshalb aber nicht, sagte Pronold in seiner mit großem Applaus gefeierten Abschiedsrede. Zu diesem Team gehört der neu gewählte Generalsekretär Uli Grötsch.

Rund 300 Delegierte sind auf dem Parteitag stimmberechtigt. Schulz warb hingegen für mehr Gerechtigkeit in Deutschland.

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