Israel: Nahostbesuch: Trump trifft Abbas - zu Israels Missvergnügen

Die Weltöffentlichkeit verfolgt jeden Schritt des innenpolitisch schwer angeschlagenen US-Präsidenten

Aus israelischen Regierungskreisen hieß es, Trump habe vor seinen Gesprächen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas um "vertrauensbildende Maßnahmen" seitens Israel gebeten. Der US-Präsident hatte sich bei dem Treffen zuversichtlich gezeigt, dass mit seiner Hilfe eine Beilegung des Nahost-Konflikts gelingen könne. Für Israel sei andauernder, stabiler Friede das Ziel, sagte Trump.

Vor seiner Weiterreise nach Rom will der US-Präsident am Dienstag im Israel-Museum in Jerusalem eine Ansprache halten.

Trump wurde am vom Präsidenten Reuven Rivlin und dessen Frau Nechama empfangen, außerdem von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Frau Sara sowie den Botschaftern beider Länder.

Jerusalem. US-Präsident Trump hat bei seinem Besuch in Israel die Vision von einer regionalen Friedenslösung beschworen.

"Wunderbar, hier in Israel zu sein", bekannte Trump, der weiß, dass solche Bilder daheim bei seiner Wählerschaft bestens ankommen. Aber auch Netanjahu durfte nicht mit, als der US-Präsident anschließend unter massivem Begleitschutz seiner Bodyguards zur Klagemauer pilgerte.

Immerhin, es war das erste Mal, dass ein amtierender US-Präsident seine Hand auf die heilige Stätte der Juden legte. Dass Trumps Israel-Politik mittlerweile etwas mehr Balance als noch im US-Wahlkampf hat, wird in Jerusalem ohne Groll zur Kenntnis genommen.

Die Wagenkolonne von US-Präsident Donald Trump in Bethlehem an der israelischen Grenzmauer. Weiters soll das Militärorchester aufspielen. Zudem solle der Status von Jerusalem als "ungeteilte Hauptstadt" Israels unangetastet bleiben.

Offiziell ignoriert Israel den Skandal und betont immer wieder das unverbrüchliche und einzigartige Bündnis mit den USA. Die Stadt sei "das schlagende Herz der Juden, so wie es das seit 3000 Jahren gewesen ist".

Sein Besuch bietet Donald Trump eine sehr gute Gelegenheit, sich als ernst zu nehmender Staatsmann zu präsentieren. Die Saudis sind weiterhin in offener Feind Israels, diplomatische Beziehungen gibt es nicht.

Anlässlich des Jerusalem-Tags, der vom 23. bis 24. Mai gefeiert wird, erstrahlte die Altstadt in den israelischen Nationalfarben. Ob sich der Wunsch erfüllt, den Trump auf seinen Bittzettel in der Klagemauer geschrieben hat, wird sich freilich erst viel später herausstellen.

Trump befindet sich aktuell auf seiner ersten Auslandreise und schließt heute seinen Besuch in Israel und den Palästinensergebieten ab. Unter anderem sollen die Öffnungszeiten an mehreren Grenzübergängen im von Israel besetzten Westjordanland erweitert werden. Die Palästinenser wollen im Ostteil die Hauptstadt eines eigenen Staates errichten.

Bei den Zusammenstößen erlitten einige Palästinenser Verletzungen durch Geschoße israelischer Soldaten mit Hartgummimantel, wie die Sanitäter mitteilten.

Anthony Cordesman vom Think Tank CSIS sagt, die Dynamik habe sich zuletzt erheblich geändert: "Trump selbst ist für Israel der entscheidende Faktor der Veränderung". Bennett will Friedensverhandlungen zwar nicht grundsätzlich ablehnen, meldete jedoch Bedingungen an: Kein Baustopp in den Siedlungen, keine Amnestie für palästinensische Häftlinge und keine unilateralen Zugeständnisse.

Die Zeitung "Maariv" schrieb, dass Israel sich mit öffentlicher Kritik am Geschäft zurückhalte, weil Saudi-Arabien und Israel gemeinsam gegen den Feind Iran vorgehen wollten.

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