Kanada entthront - Schweden zum zehnten Mal Eishockey-Weltmeister

Die Russen haben noch eine Rechnung offen

Zum ersten Mal gewann Schweden bei der 81. Eishockey-WM in Köln am Sonntag ein WM-Finale gegen Kanada.

Es war der erste WM-Gewinn Schwedens seit 2013. Kanada verpasste es derweil in der ewigen WM-Rangliste zum 27-fachen Rekord-Weltmeister Russland aufzuschliessen. Sein Vorgänger Uwe Harnos hatte den Gewinn der Heim-WM 2010 in Höhe von 1,5 Millionen Euro noch dazu verwendet, ein jährliches Minus im Verband von bis zu 600.000 Euro auszugleichen. Vor 17.363 Zuschauern in der nicht ausverkauften Arena schoss Nicklas Bäckström Schweden im dritten Anlauf nach 2003 und 2004 zum ersten WM-Endspielsieg gegen Kanada, das nach den Triumphen 2015 und 2016 den Titel-Hattrick damit verpassten. Damals war es Kanada (gegen Finnland) gewesen, welches das bessere Ende für sich behalten hatte. Auch im Endspiel war eine Kraftakt notwendig, um überhaupt in die Verlängerung zu kommen. "Er hat Schweden Gold gerettet", schrieb die schwedische Zeitung "Aftonbladet" und erinnerte damit an einen der größten Erfolge der Schweden im Eishockey. Hedman von Tampa Bay Lightning hatte den Puck mit der Rückhand in Richtung kanadisches Tor geschaufelt. Als es bereits nach einem ebenfalls torlosen zweiten Drittel aussah, passierte etwas, das - hätte es sich im Fußball ereignet - ein Fall für die "Kacktor"-Rubrik von Zeiglers wunderbarer Welt des Fußballs gewesen wäre: In Überzahl vertändelte der Kanadier Ryan O'Reilly die Scheibe". Ohnehin versuchten es die Kanadier in dieser frühen Powerplay-Situation häufig, doch nochmal Skinner und Mark Scheifele fanden keinen Weg vorbei an Lundqvist. Anders als in den Halbfinal-Spielen blieb das erhoffte Spektakel im Endspiel insgesamt aber aus. Beide fast nur aus NHL-Spielern bestehende Teams agierten lange verhalten. Das Finale zwischen zwei nahezu gleichwertigen Mannschaften lebte bis zum Ende von der Spannung. Die Sbornaja war im Halbfinale nach einer 2:0-Führung noch mit 2:4 an Kanada gescheitert. "Es ist nicht die Medaille, die wir wollten", sagte Trainer Oleg Snarok nach dem 5:3 im kleinen Finale gegen Finnland. Die Osteuropäer setzten sich im Spiel um Rang 3 gegen Finnland 5:3 durch.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Kanada, 4mal 2 Minuten gegen Schweden.

Die 17'363 Zuschauer mussten sich bis zur 40. Minute gedulden, ehe der erste Treffer der Partie fiel, der erst noch ein Shorthander war. Nikita Gussew (7./28.), Wladimir Tkatschjow (22.), Bogdan Kisselewitsch (29.) und Nikita Kutscherow (49.) sorgten mit ihren Toren dafür, dass die Russen zum vierten Mal in Folge bei einer WM Edelmetall gewannen.

Tore: 40. (39:39) Hedman (Ausschluss uss Bäckström!) 0:1. 42.

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