Lausitzer Rundschau: Noch kein Selbstläufer Weltausstellung zur Reformation

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Rund herum präsentieren sich 80 Aussteller. Rund 2.000 Veranstaltungen sind geplant, unter anderem zu aktuellen Fragen von Kirche und Gesellschaft.

Offene Tore seien die Vision einer friedvollen Zukunft, sagt die EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann. "Menschen können für einen Tag kommen und miterleben, mitdiskutieren, mitdenken, was Reformation für die Menschen heute bedeutet - etwa mit Blick auf Spiritualität und Globalisierung oder mit Blick auf die Ökumene und den Dialog der Religionen oder hinsichtlich Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung". Eine historische Lehre der Reformation sei die Akzeptanz des Andersgläubigen und das Überwinden von Intoleranz. Zur Eröffnung am Samstag kamen laut den Veranstaltern 4000 Besucher.

In Zeiten von drohendenden Abgrenzungen und Nationalismen, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Werte der Reformation als Gegenmittel bezeichnet. Begegnung und Austausch seien heute wichtiger denn je für das Zusammenleben, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie.

Das Budget der Weltausstellung liegt laut Geschäftsführer Schneider bei 25 Millionen Euro.

Die Weltausstellung ist in den nächsten 16 Wochen zu erleben. Jeweils ein Drittel sei staatlich, kirchlich und über Sponsoren, Merchandising und Teilnehmerbeiträge finanziert.

In Wittenberg sind diverse Schauen zu sehen - ein riesiges Rundumbild des Panorama-Künstlers Yadegar Asisi, das die mittelalterliche Stadt zu Luthers Zeit zeigt, eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst in einem alten Gefängnis sowie eine staatliche Schau zu Luther. Von der Reformation allerdings profitieren alle, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haseloff. Am kommenden Wochenende werden in Wittenberg mehr als 100 000 Menschen zu einem Festgottesdienst auf einer Wiese erwartet. Der Europäische Stationenweg hatte am 3. November 2016 in Genf begonnen und führte über 68 Stationen in 19 europäischen Ländern, wie der Verein Reformationsjubiläum 2017 mitteilte.

Mit Festakten und Veranstaltungen erinnern Kirchen, Städte und auch die Politik in diesem Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz an die Reformation vor 500 Jahren. 1517 hatte der Theologe Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel verfasst und sie der Überlieferung nach an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen.

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