Nahostreise: Trump trifft Palästinenserpräsident Abbas

Die Weltöffentlichkeit verfolgt jeden Schritt des innenpolitisch schwer angeschlagenen US-Präsidenten

Um diesen Besuch hatte es im Vorfeld einiges Hin und Her gegeben. Aus israelischen Regierungskreisen hieß es, Trump habe vor seinen Gesprächen mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas um "vertrauensbildende Maßnahmen" seitens Israel gebeten.

US-Präsident Donald Trump und der palästinensische Präsident Mahmud Abbas sind in Bethlehem in West-Jordanland zusammengekommen. Rund 28 Stunden hat Präsident Trump in Israel Zeit, um etwas zu bewegen. Schmetterndes Blech und der allerlängste rote Teppich begleiten den ersten Besuch Donald Trumps in Israel. Viele Palästinenser würden diese Kritik zurückweisen.

Israel bescherte Trump einen warmen Empfang. "Die Verbindungen des jüdischen Volkes zu diesem Land sind uralt und ewig", sagt er. Mit vom Wind zerzaustem Haar stellte Trump sich kurz darauf an ein Rednerpult auf der Rollbahn, beschwor das "untrennbare Band zwischen Israel und den USA" und versicherte: "Wir lieben Israel".

Im Rahmen seiner Reise versucht Trump auch, die Isolierung des Irans weiter voranzutreiben.

"Der Wandel muss von innen kommen". International wird Jerusalem nicht als Israels Hauptstadt anerkannt. "Es gibt keinen anderen Weg". Hier sprächen die USA und Israel mit einer Stimme.

Von der blutigen israelisch-palästinensischen Alltagsrealität blieben Trump und seine Entourage hermetisch abgeschirmt.

Nach dem Treffen mit Abbas stand der Besuch von Yad Vashem auf dem Programm.

Bereits die Landung Donald Trumps als solche war bereits ein historisches Ereignis, denn es war der erste Driektflug von Riad nach Tel Aviv-Jaffa. "Worte fehlen, um das zu beschreiben", sagte Trump.

In Jerusalem und Tel Aviv fanden parallel zwei Anti-Trump-Demonstrationen statt. Mit dabei in der Trump-Truppe: Schwiegersohn und Berater Jared Kushner, Außenminister Rex Tillerson (65), der Nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond "H. R".

Er habe in den vergangenen Tagen viele Zeichen gesehen, die ihn zuversichtlich machten, dass im Mittleren Osten Frieden für alle Menschen und alle Religionen möglich sei, sagte Trump nach dem Gespräch mit dem israelischen Regierungschef. Wie wird das in Israel aufgenommen?

Abbas war Anfang Mai zu Gast bei Trump in Washington. Erstes Thema: der schreckliche Terror-Anschlag von Manchester. Es gehe nun darum, eine Zukunft zu schaffen, in der die Staaten der Region friedlich existieren können, sagte der US-Präsident.

Trump warf dem Iran zudem Unterstützung von "Terroristen" vor. Doch in Bethlehem wird klar: Abbas will von seinen Forderungen nicht abweichen. "Wir wollen Brücken statt Mauern bauen".

Sechs Minuten später ergreift Trump das Wort. Dass insbesondere der Besuch der Klagemauer, der erste überhaupt eines US-Präsidenten, als "privat" definiert war, stellte aber doch wieder eine politische Aussage dar. "Wir stehen in absoluter Solidarität mit dem Vereinigten Königreich". Er wolle die Täter nicht als "Monster" bezeichnen, denn diesen Ausdruck würden sie mögen. "Ich werde sie von heute "Verlierer" nennen, denn das ist es, was sie sind".

Jerusalem Schon mehr als drei Jahre liegen die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern brach. Nach einer anschließenden Rede im Israel-Museum in Jerusalem reist der Präsident am Nachmittag nach Italien weiter. Er sei nach Israel gekommen, um die anhaltende Freundschaft zwischen Israel und den USA zu erneuern, sagte Trump.

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