Nordkorea droht USA mit Atomangriff

Kardinal Andrew Yeom Soo-jung- AP

Besonders für die neue südkoreanische Führung ist das ein Schlag ins Gesicht.

Mit dem Test provozierte Nordkorea indes erneut seine Nachbarländer und die USA. Japan, Frankreich und Deutschland schlossen sich an. Nachdem sich Nordkorea bisher weder von verschärften Sanktionen noch von verbalen Drohungen einschüchtern hat lassen, ist es nicht ausgeschlossen, dass die USA tatsächlich einen Militärschlag durchführen. Der Raketentest sei "eine Bedrohung für den internationalen Frieden". Ähnlich hatte sich zuvor die Europäische Union geäußert.

Doch der Raketentest am Sonntag wirft den ersten Schatten auf den geplanten "Sonnenschein"-Kurs und gefährdet potenziell die Ziele des neuen Präsidenten". Nach Angaben des südkoreanischen Militärs wurde die Rakete in der Nähe der chinesischen Grenze abgefeuert. Sie sei etwa 700 Kilometer weit geflogen. Nach Angaben des US-Pazifikkommandos, das den Start ebenfalls bestätigte, stürzte der Flugkörper ins Meer zwischen der koreanischen Halbinsel und Japan.

Die Zeitung "New York Times" und eine US-Wissenschaftlervereinigung gingen davon aus, dass es sich bei der am Sonntag abgeschossenen Rakete um eine ballistische Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von bis zu 4.500 Kilometern handele, die Guam erreichen könnte. Die Flugbahn sei nicht "im Einklang mit einer Interkontinentalrakete" gewesen, teilte das US-Pazifikkommando mit. Die Rakete hätte dann eine Reichweite von 4500 Kilometern, schrieb der Physiker David Wright in seinem Blog. Der Test folgte auf die Wahl des neuen südkoreanischen Präsidenten, der den erneuten Dialog mit Nordkorea sucht. Am Samstag hatte eine ranghohe nordkoreanische Diplomatin erklärt, Pjöngjang sei unter bestimmten Bedingungen zum Dialog mit den USA bereit. Kim bekräftigte der Agentur zufolge seine Drohung, auf eine mögliche "militärische Provokation" der USA zu reagieren. Von Nordkorea gehe schon zu lange eine "offenkundige Bedrohung" aus, hieß es in der Erklärung weiter. Dabei hätten beide ihre Sorge über die zunehmend angespannte Lage bekundet.

Das Land trage immens zu den Spannungen in der Region und darüber hinaus bei. Als Reaktion auf die jüngsten Raketentests verhandeln die USA Diplomatenkreisen zufolge mit China auch über eine Verschärfung von Strafmaßnahmen der Vereinten Nationen. Moon sprach von einer "gefährlichen Provokation", US-Präsident Donald Trump verlangte härtere Sanktionen gegen Nordkorea.

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