Schlußjubel der Schweden nach dem Sieg über Kanada im Eishockey-WM-Finale

Die Russen haben noch eine Rechnung offen

Damit beendeten die Schweden auch den Finalfluch gegen Kanada. Am Sonntagabend gewannen die Tre Kronors durch ein dramatisches 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0) nach Penaltyschießen gegen Titelverteidiger Kanada zum zehnten Mal den Titel und im dritten Anlauf nach 2003 und 2004 erstmals ein WM-Finale gegen Kanada.

Kanada bleibt zwar Weltranglisten-Erster, nach Anzahl der WM-Titel mit 26 aber weiter hinter dem Erzrivalen und Rekord-Weltmeister Russland (27, inklusive der Titel mit der Sowjetunion).

Erst nach dem Playoff-Aus seiner New York Rangers in der nordamerikanischen NHL vorletzte Woche hatte Lundqvist zur WM nachreisen dürfen. Damals war es Kanada (gegen Finnland) gewesen, welches das bessere Ende für sich behalten hatte. Diesmal brachten sie ein 1:0 nicht über die Zeit. Auch im Endspiel war eine Kraftakt notwendig, um überhaupt in die Verlängerung zu kommen. "Er hat Schweden Gold gerettet", schrieb die schwedische Zeitung "Aftonbladet" über den 2:1-Sieg nach Penaltyschießen. Dabei beanspruchte der schwedische Verteidiger Victor Hedman einiges Glück. Hedman von Tampa Bay Lightning hatte den Puck mit der Rückhand in Richtung kanadisches Tor geschaufelt.

In Überzahl glich Kanada kurz nach Wiederanpfiff im letzten Drittel aus und erzwang damit die Overtime. Auch hier rettete Lundqvist etliche Male in brenzligen Situationen. Beide fast nur aus NHL-Spielern bestehenden Teams agierten lange verhalten.

Ausgerechnet im WM-Final ist es der 20-jährige Travis Konecny, der nach einem Stocktreffer des Schweden Elias Lindholm an den (höchstens) Unterkiefer sich etwas gar übertrieben im Gesicht hält.

Es war kein hochklassiger Final, vielmehr lebte er von der Spannung und vom Kampf. Das russische Team entschied das Spiel um Rang 3 gegen Finnland mit 5:3 (1:0,3:1,1:2) und gewann zum vierten Mal in Folge eine WM-Medaille. Die Russen führten zu diesem Zeitpunkt durch Tore von Nikita Gusew (7., 28./PP), Wladimir Tkatschjow (22./SH) und Bogdan Kiselewitsch (29.) mit 4:0. Von 0:4 kam der WM-Zweite des Vorjahres aus Finnland nach Treffern von Mikko Rantanen (40.), Mikko Lehtonen (42.) und Veli-Matti Savinainen (46.) noch auf 3:4 heran, ehe Kutscherow die Entscheidung besorgte.

Tore: O'Reilly (42./PP) bzw.

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