Südkoreas Ex-Präsidentin wies Vorwürfe zum Prozessauftakt zurück

Prozessbeginn

Südkoreas entmachtete Präsidentin Park Geun Hye steht seit Dienstag wegen ihrer mutmaßlichen Verwicklung in einen Korruptionsskandal vor Gericht. Im März wurde sie dann ihres Amtes enthoben. Die 65-Jährige muss sich unter anderem wegen Bestechlichkeit, Nötigung und Amtsmissbrauchs verantworten. Ihre Position sei die gleiche wie die ihrer Anwälte, wurde Park zitiert. Vor den Toren des Gerichtsgebäudes demonstrierten zahlreiche Anhänger Parks für ihre Freilassung. Im Falle einer Verurteilung droht ihr nach Berichten südkoreanischer Medien eine Haftstrafe von zehn Jahren bis lebenslang.

Nach ihrer Fahrt von einer Haftanstalt südlich von Seoul nahm die Ex-Präsidentin auf der Anklagebank des Bezirksgerichts der Hauptstadt Platz, wie südkoreanische Sender am Dienstag berichteten. An ihrem Revers steckte ein Knopf mit der Häftlingsnummer 503.

Park erschien persönlich zu Verhandlung, es war ihr erster Auftritt in der Öffentlichkeit nach ihrer Festnahme vor 53 Tagen. Sie soll ihre Stellung als Präsidentin und ihre Macht im Interesse ihrer engen Freundin Choi Soon-sil missbraucht und geheime Dokumente weitergegeben haben. Sie soll dank ihrer Beziehung zu Park zahlreiche Unternehmen einschließlich der Samsung-Gruppe genötigt haben, ihre Stiftungen und Organisationen mit Millionen zu fördern.

Aus Sicht der Verfassungsrichter hatte es die frühere Präsidentin zugelassen, dass sich ihre Freundin in die Regierungsgeschäfte eingemischt hat. Auch steht Park im Verdacht, in der Erstellung einer schwarzen Liste von mehr als 9000 Kulturschaffenden und Künstlern beteiligt zu sein, die der ehemaligen Präsidentin gegenüber kritisch waren. Mit ihrer Absetzung am 10. März verlor sie auch ihre Immunität. Am 9. Mai wurde der linksliberale Politiker Moon Jae In bei der vorgezogenen Präsidentenwahl zum Nachfolger Parks gewählt.

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