Trump geht in zweiten Nahost-Tag - Besuch in Bethlehem

Der US-Präsident reist nach Jerusalem

Jerusalem - Der blitzblaue Himmel strahlte um die Wette mit den Gesichtern der höchsten israelischen Staatsvertreter, die Donald Trump am Montagmittag bei seiner Landung auf dem Ben-Gurion-Flughafen begrüßten.

Ivanka Trump, Tochter des US-Präsidenten, in der Residenz von Israels Präsident Rivlin. Der Besuch wird mit Spannung erwartet. Trump hatte zuletzt die Ansicht vertreten, mit seiner Hilfe könne eine Beilegung des jahrzehntealten Nahost-Konflikts gelingen.

US-Präsident Donald Trump gibt sich nach seinem Aufenthalt in Saudi-Arabien und dem ersten Besuchstag in Israel fest von sehr guten Bedingungen für einen Frieden in Nahost überzeugt. "Wir haben unterschiedliche Überzeugungen - aber wir beten alle den gleichen Gott an", sagte er. Er soll Russland unter anderem sensible Informationen des israelischen Geheimdiensts weitergereicht haben.

Der Staatspräsident verwies auf die aktuellen Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der "Vereinigung" Jerusalems. International wird Jerusalem nicht als Israels Hauptstadt anerkannt.

Gemeinsam könnten die beiden Staaten den aggressiven iranischen Vormarsch aufhalten und an einem Frieden für die Region arbeiten. Mit vom Wind zerzaustem Haar stellte Trump sich kurz darauf an ein Rednerpult auf der Rollbahn, beschwor das "untrennbare Band zwischen Israel und den USA" und versicherte: "Wir lieben Israel".

Trump sucht in Israel und den Palästinensergebieten nach Möglichkeiten, den praktisch zum Erliegen gekommenen Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern wieder in Gang zu bringen. Das Kabinett erklärte, es handele sich um Schritte, die das tägliche Leben erleichterten. Er signalisierte jedoch Bereitschaft zu konkreten Maßnahmen der Vertrauensbildung. Aber: Auch er forderte von Israel Zurückhaltung beim Siedlungsbau. Dazu müssten jedoch alle zusammenarbeiten, "es gibt keinen anderen Weg". Baugenehmigungen für Palästinenser sind in der Zone C extrem selten.

Bereits vor seiner Reise sagte Trump der „Israel Hajom“: „Ich glaube, es bestehen gute Chancen auf einen Deal. "Das ist eine Sache, die uns wirklich beunruhigen sollte", sagte Energieminister Juval Steinitz. Umgekehrt beharrt Netanjahus Regierung darauf, dass die PLO Israel als jüdischen Staat anerkennt. Trump hatte in Riad der Unterzeichnung von Wirtschaftsabkommen in dreistelliger Milliardenhöhe beigewohnt, darunter ein Rüstungspaket von etwa 110 Milliarden Dollar. Israel habe eine der großen Zivilisationen der Welt aufgebaut. Außerdem würden die Möglichkeiten der Saudis ausgebaut, Langstreckenraketen abzufangen, die Israel besitzen soll. Allerdings führe die Kritik am Iran auch dazu, dass mehrere arabische Länder ihre Einstellung zu Israel ändern würden.

An der Seite von Netanjahu sagte Trump, eine neue Ebene der Partnerschaft sei möglich.

Zu Beginn seines Israel-Besuchs hatte sich Trump als Friedensbotschafter präsentiert. Nach einem Besuch der Grabeskirche und der Klagemauer in Jerusalems Altstadt trifft Trump sich mit Netanyahu. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hatte sich schon bei seinem Besuch in Washington geschickt gezeigt, wenn es darum ging, Trump für seine Sache einzunehmen.

Bei seinem Besuch an der Klagemauer schiebt US-Präsident Trump einen Zettel in das Bauwerk. Danach steckte er - ganz nach jüdischer Tradition - einen Bittzettel in die Wand.

Er ist der erste amtierende US-Präsident, der im Rahmen seiner Visite in Israel diesen symbolträchtigen Ort besucht.

Trumps Besuch wurde als privat deklariert, damit Israel ihn nicht als Zeichen für seinen Anspruch auf ganz Jerusalem als seine ewige, unteilbare Hauptstadt werten kann.

Bei Zusammenstößen mit der israelischen Armee wurden nach Angaben von Rettungskräften zahlreiche Palästinenser verletzt. Außenminister Rex Tillerson sagte auf dem Weg nach Israel, die Klagemauer sei Teil Israels. "Jerusalem ist das schlagende Herz der Juden, so wie es das seit 3.000 Jahren gewesen ist". Die Jerusalemer Altstadt gehört zu den von Israel 1967 besetzten Gebieten.

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