Trump kommt mit Palästinenserpräsident Abbas in Bethlehem zusammen

Zweites Treffen zwischen Trump und Abbas innerhalb weniger Wochen Trump sagte in Bethlehem wenig über seine Vorstellungen über eine Lösung im Nahostkonflikt

Offiziell ignoriert Israel den Skandal und betont immer wieder das unverbrüchliche und einzigartige Bündnis mit den USA.

Die Weltöffentlichkeit verfolgt jeden Schritt des innenpolitisch schwer angeschlagenen US-Präsidenten. Diesen "ultimativen Deal", wie Trump diese Verhandlungen bezeichnet, zu erzielen, ist unter anderem Aufgabe von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und dem Gesandten Jason Greenblatt. Es ist der erste Besuch von Präsident Trump außerhalb der Vereinigten Staaten, und es ist uns eine Ehre, dass er beschlossen hat, nach Jerusalem, der Hauptstadt Israels, und natürlich nach Israel zu kommen. "Ha'aretz"-Cartoonist Biederman zeichnet Trump schon bei Verhandlungen vor den beiden schwitzenden Dialogpartnern Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, als er selbstbewusst seine Lösung für den Nahostkonflikt verkündet: "Wir verlegen die Botschaft nach Jerusalem und die Klagemauer nach Tel Aviv". Dem Wunsch Netanjahus, Trump an die Kotel begleiten zu dürfen, erteilte Trump eine Abfuhr. Nach Angaben eines hochrangigen Vertreters aus dem Sicherheitskabinett wurden noch weitere Zugeständnisse gemacht; darunter wirtschaftliche Erleichterungen und die Grenzöffnung zwischen dem Westjordanland und Jordanien.

US-Präsident Donald Trump glaubt an eine regionale Friedenslösung für Nahost.

Mit schwarzer Kippa auf dem Kopf und ernstem Gesicht schritt US-Präsident Donald Trump zur Klagemauer.

Der US-Präsident befindet sich auf seiner ersten Auslandsreise. Es gehe dabei um Soldaten, Geld und Waffen. Ich liebe das Volk Israel und arbeite sehr hart daran, endlich Frieden für Israelis und Palästinenser zu erreichen.

Viele der US-Gesprächspartner hätten in Saudi-Arabien gesagt, dass sie sich an ein solches Ausmaß an Vertrauen gar nicht erinnerten. Die Visite sei eine "Gelegenheit, in den Diskussionen über Frieden zwischen den Israelis und den Palästinensern voranzukommen", sagte Tillerson an Bord der Präsidentenmaschine "Air Force One". Trumps Ehefrau Melania und seine zum Judentum konvertierte Tochter Ivanka besuchten den für Frauen vorgesehenen Bereich an der Klagemauer. Es bestehe die "seltene Gelegenheit, Sicherheit, Stabilität und Frieden "in die Region zu bringen, sagte Trump am Montag nach seiner Landung am Flughafen Ben Gurion nahe Tel Aviv mit Blick auf den Nahost-Friedensprozess". Vor Israel hatte er die saudische Hauptstadt Riad besucht, am Dienstag will er weiter nach Rom fliegen. Auf dem Programm stehen unter anderem auch Besuche der Klagemauer und der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Zu Beginn seines Israel-Besuchs präsentierte sich Trump als Friedensbotschafter. Dort trifft Trump den Papst und nimmt an Gipfeln der Nato und der G7-Gruppe teil.

Trump äußerte sich in Jerusalem auch zum Nahost-Friedensprozess. Am Dienstag reist er zu einem Gespräch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nach Bethlehem.

Die palästinensischen Tageszeitungen widmeten gestern ihr Hauptaugenmerk nicht dem bevorstehenden Besuch Trumps, sondern dem Generalstreik der Palästinenser aus Solidarität mit den seit gut vier Wochen im Hungerstreik befindlichen Häftlingen.

Diese Sichtweise der Amerikaner sei zwar völkerrechtlich korrekt, zumal die Jerusalemer Altstadt zu den von Israel 1967 besetzten Gebieten gehöre und die spätere Annexion des arabischen Ostteils der Stadt international nicht anerkannt wurde.

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