Trump-Strategie für Stabilität in islamischer Welt: mehr Waffen

Melania Trump und der saudi-arabische Kronprinz Mohammed ibn Naif während eines Treffens im Königspalast in Riad

Das Treffen Trumps mit Staatsführern aus der muslimischen Welt am Wochenende sei "nur eine Show ohne irgendeinen praktischen oder politischen Wert" gewesen, sagte Rouhani bei seiner ersten Pressekonferenz, seitdem er bei der Präsidentenwahl am Freitag mit einer klaren Mehrheit im Amt bestätigt worden war. "Hunderte Milliarden Dollar Investitionen in den USA und Jobs, Jobs, Jobs". "Sie zahlen uns keinen fairen Preis", hatte Trump noch im April mit Blick auf Riad gesagt. Auf der anderen Seite setzt der US-Präsident aber nur eine Spirale des Verderbens in Gang, die die fundamentalistischen Scharfmacher in Saudi-Arabien und im Iran stärkt: Riad wird noch mehr darauf dringen, seine schiitischen Nachbarn zu vernichten. So hatte er etwa Hillary Clinton im Juni falsches Spiel bei der Entgegennahme einer Geldspende aus Saudi-Arabien vorgeworfen: "Die unehrliche Hillary sagt, wir müssen Saudi-Arabien dazu bringen, die Finanzierung des Hasses zu stoppen".

Insbesondere die blutigen Schlachtfelder in Jemen und Syrien werden von Riad mit grausamer Konsequenz befeuert, nur um den Einfluss des Regionalrivalen Iran zu bekämpfen.

Mit dem wohl größten Wirtschaftsumbau der Geschichte will sich Saudi-Arabien in den nächsten Jahren unabhängiger vom Öl machen. Das Kriegsgerät solle Saudi-Arabien helfen, dem "schädlichen Einfluss des Iran" etwas entgegenzusetzen, erklärte US-Außenminister Rex Tillerson.

Vielmehr böten die USA ihre Partnerschaft an.

Mit Religion kann Donald Trump nicht besonders viel anfangen.

Seine Rhetorik erinnert dabei an Ex-Präsident George W. Bush, der 2002 von einer "Achse des Bösen" sprach und damit Länder meinte, die nach Massenvernichtungswaffen streben und Terror unterstützen - wie Nordkorea, der Iran und der Irak. Es waren aber keine Schiiten, sondern überwiegend sunnitische Saudis, die den Massenmord am 11. September verübten. "Andere Schwerpunkte" wären gut gewesen, kritisiert deswegen nicht nur der republikanische Senator Marco Rubio. Zuvor hatten Trump und Vrtreter der Golfstaaten ein Abkommen über die Gründung eines Zentrums, das die Finanzierung extremistischer Gruppen überwachen soll, unterzeichnet.

In den USA sind vor allem konservative Wähler über das unkritische Verhalten Trumps gegenüber den Saudis entsetzt.

Mindestens ebenso wichtig ist dem Präsidenten jedoch die Eindämmung Irans, dem Trump wesentlich kritischer gegenübersteht als Obama. "Da muss ich kotzen", kommentiert sogar Trumps langjähriger Berater Roger Stone die Szene der Ordensverleihung auf Twitter. Anschließend führten Trump und der 81-jährige König ein erstes Gespräch in einem Empfangsraum im Flughafen. Damals lieferte er sich einen Streit mit einem saudischen Königssohn. Wen Trump damit meint, macht er bei dem US-islamischen Gipfel in Riad auch klar: "Die Nationen des Mittleren Ostens können nicht auf amerikanische Macht warten, damit sie den Feind vernichtet".

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