Trump: "Unzertrennbares Band" zwischen den USA und Israel

Der US-Präsident reist nach Jerusalem

Später distanzierte sich das Weiße Haus davon. Er will den seit drei Jahren brachliegenden Friedensprozess zwischen beiden Seiten wieder in Gang bringen.

Dr. Mike Evans, Gründer und Vorsitzender des Friends of Zion Heritage Center, Mitglied des Trump Founding Faith Board und Initiator der größten PR-Kampagne zur Begrüßung des Präsidenten in Jerusalem, erklärt, "Donald Trump ist der beste Freund, den Israel bisher jemals hatte". Er sei nach Israel gekommen, um die anhaltende Freundschaft zwischen Israel und den USA zu erneuern, sagte Trump.

Die palästinensischen Tageszeitungen widmeten gestern ihr Hauptaugenmerk nicht dem bevorstehenden Besuch Trumps, sondern dem Generalstreik der Palästinenser aus Solidarität mit den seit gut vier Wochen im Hungerstreik befindlichen Häftlingen. Die Israelis erhoffen sich die Bekanntgabe des Umzugs der US-Botschaft, um Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt anzuerkennen. Es ist der erste Besuch von Präsident Trump außerhalb der Vereinigten Staaten, und es ist uns eine Ehre, dass er beschlossen hat, nach Jerusalem, der Hauptstadt Israels, und natürlich nach Israel zu kommen. Das mache viel Mut für die weitere Reise. "Ihre arabischen Nachbarn", sagte Trump an die Adresse der Israelis, "sind sich immer stärker dessen bewusst, dass sie bei der Bedrohung, die der Iran darstellt, mit Ihnen ein gemeinsames Interesse haben". Für eine Minute hielt auch der US-Präsident am heiligen Gemäuer, an das er eine Hand legte, inne. Schon US-Sicherheitsberater H.R. McMaster hatte vor der Reise gesagt, "Amerika zuerst hieß nie Amerika allein".

Andere aber argumentieren, dass er mit einem unkonventionellen, hemdsärmligen Stil, der Mobilisierung von Verwandten und einer Art "Bazar-Diplomatie", vielleicht mehr erreicht als Obama mit langwierigen Versuchen in klassischer Verhandlungsführung. "Dabei werden wir traditionelle und nicht-traditionelle Wege gehen", sagte der Berater.

Israel hat zudem Bedenken wegen eines Militärdeals, den die USA mit Saudi-Arabien in Höhe von 110 Milliarden Dollar abschlossen. "Dieses ist ein nie da gewesener Moment der Partnerschaft".

Ein erfolgreicher Trump-Besuch sollte sich um das größere Bild kümmern. Dem Iran gab er die Schuld an "so viel Instabilität in dieser Region".

Doch Trump hätte damit indirekt Israels Souveränität in Ostjerusalem anerkannt, was er wohl vermeiden wollte.

Trump und seine Frau Melania waren am Mittag am Flughafen Ben Gurion gelandet.

Mittlerweile ist Trump am Montag in Israel eingetroffen. Am liebsten wäre es Israel gewesen, wenn Trump daran teilgenommen hätte. Die Vereinbarung solle die Regierung definitiv beunruhigen, sagte der Netanjahu-Vertraute.

Mit "Welcome, our good friend" begrüßte Netanjahu seinen Gast auf dem roten Teppich des Ben-Gurion-Flughafens nahe Tel Aviv-Jaffa, als er Trump auf dem roten Teppich begrüßte. Doch Israels Premier Benjamin Netanyahu will den heute beginnenden Besuch davon nicht überschatten lassen. Trump schüttelte anschließend Ministern und religiösen Würdenträgern die Hand. Das US-Vorbereitungsteam habe wegen der örtlichen Hitze auf einer kurzen Zeremonie bestanden. Im Anschluss sollte er von seinem israelischen Amtskollegen Reuven Rivlin empfangen werden.

Zu Beginn seines Israel-Besuchs hat sich US-Präsident Donald Trump als Friedensbotschafter präsentiert.

Trump hatte dort seine Ablehnung Irans mit einer vehementen US-Unterstützung Saudi-Arabiens untermauert und dies auch in einer Ansprache begründet. Es wird erwartet, dass er sich zu Grundzügen einer Friedensregelung äußert. Rivlin indes, der zu Gegnern einer Zwei-Staaten-Lösung zählt, hob Jerusalem als "das schlagende Herz des jüdischen Volkes seit 3000 Jahren" hervor. Israel hat den Osten Jerusalems im Sechstagekrieg von 1967 erobert.

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