US-Präsident in Bethlehem: Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Nach seinem Besuch in Saudi Arabien reist US-Präsident Donald Trump am Montag nach Israel und dann weiter in die Palästinensergebiete

Für Dienstag haben die Gefangenen einen Tag des Zorns ausgerufen, um den Stimmen der Palästinenser mittels gewalttätiger Aktionen Gehör zu verschaffen.

Das vom israelischen Regierungspressebüro veröffentlichte Programm sieht ferner am Dienstagmittag eine Kranzniederlegung in der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem vor, bevor Trump mit einer Rede im Israel-Museum in Jerusalem seinen Heiliglandbesuch beschließt.

Die Zeitung "Maariv" schrieb, dass Israel sich mit öffentlicher Kritik am Geschäft zurückhalte, weil Saudi-Arabien und Israel gemeinsam gegen den Feind Iran vorgehen wollten. "Es gibt keine andere Lösung".

Palästinenserpräsident Abbas forderte während des Besuchs von Trump erneut einen unabhängigen Staat Palästina neben Israel. "Der Iran darf niemals eine Atomwaffe haben", sagte Trump nach einem Treffen mit Rivlin in Jerusalem.

Für den 70-jährigen Trump hält seine erste Auslandsreise noch weitere Stationen bereit: Nach seiner Zeit in Israel wird er zu einer Audienz bei Papst Franziskus in den Vatikan reisen, anschliessend zum Nato-Gipfel in Brüssel und schliesslich zum G7-Treffen auf Sizilien. "Wir lieben Israel und wir respektieren Israel".

Viele in der muslimischen Welt seien sich der wachsenden Bedrohung durch den Iran bewusst, sagte Trump. "Wir werden niemals erlauben, dass sich die Grausamkeiten des 20. Jahrhunderts wiederholen", sagte Trump unter Anspielung auf die Vernichtung von sechs Millionen Juden, ohne das Wort Holocaust zu benutzen.

Der US-Präsident trieb während des Besuchs den Versuch einer Isolierung des Irans weiter voran. Trump hatte zuletzt die Ansicht vertreten, mit seiner Hilfe könne eine Beilegung des jahrzehntealten Nahost-Konflikts gelingen. Die Visite sei eine "Gelegenheit, in den Diskussionen über Frieden zwischen den Israelis und den Palästinensern voranzukommen", sagte Tillerson an Bord der Präsidentenmaschine "Air Force One". Unter anderem sollen die Öffnungszeiten an mehreren Grenzübergängen im von Israel besetzten Westjordanland gelockert werden.

Netanjahu bekundete seine Bereitschaft zu einer regionalen Friedensregelung mit den arabischen Nachbarstaaten und den Palästinensern. "Seine Vorgänger haben es nicht gewagt, sich in dieses Minenfeld zu begeben", sagt ein israelischer Fernseh-Kommentator.

Er sei nach Israel gekommen, um die anhaltende Freundschaft zwischen Israel und den USA zu erneuern, sagte Trump.

Auch Rivlin beschwor die Hoffnung auf Frieden zwischen den drei großen monotheistischen Weltreligionen. "Wir haben unterschiedliche Überzeugungen - aber wir beten alle den gleichen Gott an", sagte Rivlin am Montag auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Er freue sich darauf, "eng mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und Abbas zusammenzuarbeiten".

Gemäß der jüdischen Tradition steckte er einen Zettel in eine Mauerritze.

Dieser Programmpunkt hatte schon vorher für einen kleinen Skandal gesorgt. Aus israelischen Regierungskreisen hieß es, Trump habe vor seinen Gesprächen mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas um "vertrauensbildende Maßnahmen" seitens Israel gebeten. Trumps Ehefrau Melania und seine zum Judentum konvertierte Tochter Ivanka besuchten den für Frauen vorgesehenen Bereich an der Klagemauer. Der palästinensische Angreifer wurde getötet. Es sind mehr als 10.000 Polizisten im Einsatz.

Am Nachmittag sind Gespräche mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geplant.

Trump betonte, dass die USA helfen wollen, den Traum der Palästinenser zu erreichen, betonte jedoch, dass Frieden niemals dort wurzeln könne, wo Gewalt toleriert wird. Es ist der erste Besuch von Präsident Trump außerhalb der Vereinigten Staaten, und es ist uns eine Ehre, dass er beschlossen hat, nach Jerusalem, der Hauptstadt Israels, und natürlich nach Israel zu kommen.

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