USA: Ford-Chef Fields muss seinen Posten räumen

Der Autobauer kündigt einen Stellenabbau an. Quelle AFP

Der bisherige Konzernchef Mark Fields verlässt das Unternehmen und wird durch den Ford-Manager Jim Hackett ersetzt, wie der Konzern am Montag mitteilte. Fields werde nach insgesamt 28-jähriger Karriere bei Ford in den Ruhestand gehen, teilte das Unternehmen mit.

Fields sei eine "herausragende Führungskraft gewesen und verdiene viel Anerkennung", lobte Verwaltungsratschef Bill Ford, der Urenkel des legendären Firmengründers Henry Ford. Wer nach Klevorn neuer IT-Chef des Autobauers wird, will Ford erst später verkünden. Am Morgen hatte bereits das "Wall Street Journal" von der Ablösung Fields' berichtet. Ein Personalwechsel sei eine gute Gelegenheit, eine klare Strategie für den Konzern aufzusetzen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. An seine Stelle rückt Jim Hackett, der bisher die für autonomes Fahren zuständige Tochter des Autoherstellers geleitet hat. Hier geraten die etablierten Branchengrößen wie Ford und General Motors (GM) zunehmend gegenüber Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley ins Hintertreffen.

Das vielleicht zentrale Ereignis spielte sich im April ab.

Und noch etwas ist demütigend für die stolzen Detroiter Autobosse: Der Branchenneuling Tesla, der gerade einmal ein Vierzigstel dessen produziert, was GM pro Jahr auf den US-Markt wirft, ist an den Platzhirschen vorbeigezogen und, gemessen am Börsenwert, zur Nummer eins unter den US-Autobauern aufgestiegen. Finanzprofis rieben sich ungläubig die Augen, ein Analyst bezeichnete die Wachablösung als "irrsinnig". Während der Zeit fiel die Ford-Aktie um 40 Prozent. Fields machte zudem zu schaffen, dass sich die Autokonjunktur in den USA nach einem von billigem Sprit und niedrigen Finanzierungszinsen befeuerten Boom zunehmend abkühlt. Sein Nachfolger soll den Konzern durch den Wandel der Autoindustrie führen. Deshalb legte der Konzern nach und kündigte einen massiven Stellenabbau in Verwaltung und Vertrieb in Nordamerika und Asien an. Die Beschäftigung in den Fabriken sei von der Produktion abhängig.

Bei der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen befindet sich Ford ebenso wie die übrigen traditionellen Autohersteller in einem Wettlauf mit Newcomern wie Alphabet (Waymo), Apple, Tesla und Uber.

Related:

Comments

Latest news

Wirtschaft: Mindestens 19 Tote und 50 Verletzte bei Konzert in Manchester
Unter Berufung auf die "Variety" und einen Sprecher des Popstars meldete die Zeitung, Grande sei nach dem Vorfall "okay". Bei einem Pop-Konzert in der englischen Stadt Manchester sind laut Polizei mehrere Menschen getötet und verletzt worden.

Sika-Chef Jenisch wird neuer Konzernchef bei Lafarge Holcim
Die schweizerische Großbank Credit Suisse wird im Rahmen ihrer laufenden Kapitalerhöhung 393,2 Millionen neue Aktien herausgeben. Zum Handelsschluss am Montag stand bei dem Leitindex der Eurozone ein Verlust von 0,29 Prozent auf 3576,53 Punkte zu Buche.

Clariant und Huntsman werden über Merger of Equals zu "HuntsmanClariant"
Huntsman und Clariant seien je alleine sehr starke Unternehmen und würden einander nicht brauchen, erklärte Huntsman weiter. An der neuen Gesellschaft sollen Clariant-Aktionäre 52 Prozent halten, die Huntsman-Eigner entsprechend den Rest.

Motorrad-Weltmeister Hayden nach Fahrrad-Unfall gestorben
Sie trugen zum Zeichen des Mitgefühls mit dem Champion von 2006 dessen frühere Startnummer 69 an Rennkleidung, Helm oder Motorrad. Verschiedene Familienmitglieder waren nach dem Unfall nach Italien geflogen, unter ihnen Haydens Mutter und der Bruder.

Nintendo Classic Mini
Die große Beliebtheit der Konsole verdeutlicht, dass Menschen auch heutzutage noch Spaß an Retrospielen haben. Hoffentlich kommt bald auch eine neue SNES und andere Konsolen wie die N64 oder die PlayStation 1 wieder auf den Markt.

Other news