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Bei dem Anschlag auf ein Konzert in Manchester sind am Montag mindestens 22 Menschen gestorben

Manchester. Zwei Monate nach dem Anschlag am Londoner Parlament erschüttert ein Bombenanschlag auf ein Popkonzert in Manchester die Briten. Sie geht beim Angriff von einem Einzeltäter aus.

Die Polizei von Manchester liefert laufend die neusten Ermittlungsergebnisse und Fakten zum Anschlag über Twitter. Premierministerin Theresa May spricht in einem offiziellen Statement in London von einem "Terrorakt". Noch am Abend hatten die beiden Großparteien den Wahlkampf für die Parlamentswahlen am 8. Juni ist unterbrochen. Der Veranstalter sprach von einer Explosion in einem öffentlichen Raum außerhalb der eigentlichen Konzerthalle. Die Verletzten werden in acht Krankenhäusern in und um Manchester behandelt. Hubschrauber kreisen über dem Areal. Rund um die Arena zogen bewaffnete und maskierte Polizisten auf. 400 Polizisten waren in der Nacht am Tatort im Einsatz, darunter auch Sprengstoffspezialisten. Der benachbarte Bahnhof Victoria wird evakuiert. Die Polizei forderte die Menschen via Twitter auf, sich aus der Gegend um die Manchester Arena fernzuhalten. Er rief die Bevölkerung auf, weiter wachsam zu bleiben. "Ich sah, wie die Leute schreiend in eine Richtung rannten und sich plötzlich viele umdrehten und wieder in die andere Richtung liefen", berichtete ein 17-Jähriger dem Nachrichtensender Sky News. Blutüberströmt Menschen liegen auf dem Boden. Dort wären auch Metallteile und Splitter gelegen.

Auf Bildern und Videos in sozialen Netzwerken sind Menschen in Panik zu sehen. In Manchester boten Anwohner den Betroffenen Unterschlupf an; bei Twitter gab es dafür den Hashtag #roominmanchester.

Es ist dies der schwerste Terroranschlag in Großbritannien seit 2005. Damals zündeten vier Muslime mit britischem Pass in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 59 weitere wurden verletzt. Die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group meldete, dass sich bislang niemand zu dem Anschlag bekannt habe.

Anhänger der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) feierten den Vorfall im Internet.

Sängerin Ariana Grande war angesichts der Ereignisse "am Boden zerstört". "Entsetzliche Nachrichten aus Manchester", schrieb Bundespräsident Alexander Van der Bellen auf Twitter.

Der Ort: Die Manchester Arena ist eine Multifunktionsarena mit mehr als 21 000 Plätzen, die häufig für Konzerte genutzt wird. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Song gegen 22.30 Uhr Ortszeit (23.30 MESZ). Das Gebiet rund um die Manchester-Arena war wenige Minuten nach der Detonation weiträumig abgesperrt worden. Und Kollegin Pinks, 37, "Gedanken und Gebete sind mit den Leuten in Manchester, jedem, der betroffen ist, Ariana Grande und der gesamten Crew". "Mein Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien". "Herzzerreißend." Die US-Rapperin Missy Elliott bedauerte: "Ich weiß, dass das für jeden schwierig und herzzerreißend ist". "Mir fehlen die Worte", schrieb die 23-Jährige am Dienstagmorgen auf Twitter. Ihre Fans, die sich selbst zum Teil stolz "Arianators" nennen, kommentierten die Geschehnisse bestürzt. Insgesamt seien 22 Menschen getötet worden, darunter mehrere Kinder. Mindestens 150 wurden teils schwer verletzt. "Als ich sie nicht finden konnte, ging ich mit der Polizei und der Feuerwehr hinaus und musste versuchen, meine Frau und Tochter unter den Leichen zu finden". Die BBC berichtet, Experten zur Terrorbekämpfung hätten Kontakt mit dem Innenministerium in London aufgenommen.

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Der Tod von 22 Menschen bei dem Popkonzert sei eine der schlimmsten Terrorattacken in der Geschichte Großbritanniens, sagte May. Rund um den Anschlagsort zogen dutzende bewaffnete Spezialkräfte der Polizei auf, während in der Halle große Panik ausbrach.

Terrorismus Explosionen Notfälle Großbritannien Deutschland: Seibert zu Explosion in Manchester: Schreckliche Nachrichten
Die Ermittler gehen derzeit der Frage nach, ob der Täter alleine gehandelt hat oder ob er Teil einer größeren Gruppe gewesen ist. Uhr: Im Zuge der Ermittlungen zum Anschlag von Manchester hat die britische Polizei einen 23-Jährigen festgenommen.

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