Anschlag in Manchester: : Was wir wissen - und was nicht

Schwer bewaffnete Polizisten in der Innenstadt von Manchester. Vor allem Kinder und Jugendliche zählten zu den Besuchern des Konzerts

Sie war ein großer Fan von Ariana Grande und postete noch am Tag zuvor, wie sehr sie sich auf das Konzert freue.

Es war der folgenreichste Anschlag in Grossbritannien seit zwölf Jahren. Die Polizei spricht von einem Selbstmordattentäter, der IS reklamiert die Tat für sich.

Bei einer Explosion unmittelbar nach dem Konzert waren am Montagabend mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Demnach gab es 22 Tote und mindestens 59 Verletzte. Der Élysée kündigte an, dass Macron später mit der Londoner Premierministerin Theresa May telefonieren werde. Die Terrormiliz IS behauptet, für die Tat am Montagabend verantwortlich zu sein. Daher tauchen viele in den Untergrund ab, wo neuer Terror wächst.

Der Attentäter, der eine selbstgebastelte Bombe bei sich trug, starb laut Polizei bei der Explosion. "Er hat Zeit und Ort absichtlich so gewählt, um das größtmögliche Blutbad anzurichten".

Manchester. Der Bombenanschlag auf Konzertbesucher in Manchester bewegt auch das Internet. In Radioaufrufen wurde nach Vermissten gesucht, Menschen stellten ihre Kontakte in sozialen Netzwerken zur Verfügung, Taxifahrer brachten Eltern kostenlos durch die Stadt. "So viele junge Menschen sind von bösartigen Verlierern ermordet worden", sagte Trump bei seinem Besuch in Bethlehem. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. May sagte, die Polizei kenne wahrscheinlich die Identität des Täters, wolle aber noch keine Details nennen.

Am Mittag war ebenfalls bekannt geworden, dass ein 23-Jähriger im Zuge der Ermittlungen zum Anschlag festgenommen wurde. Welche Verbindung er zum Attentäter hat, war am Abend noch unklar. Von Seite der britischen Sicherheitsbehörden gab es dazu zunächst keine Bestätigung.

Die britischen Oppositionsparteien und die Regierung verurteilten das Attentat scharf, der Wahlkampf für die Parlamentswahl am 8. Juni wurde vorerst ausgesetzt (siehe nebenstehenden Artikel).

Sollte es sich um einen Terroranschlag handeln, wäre es für Großbritannien der schwerste seit 2005.

Die Explosion in Manchester ereignete sich im Foyer der Konzerthalle, die bis zu 21 000 Besucher fasst. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Lied Grandes gegen 22.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr MESZ).

In der Konzerthalle spielten sich nach der Explosion Augenzeugenberichten zufolge dramatische Szenen ab. Konzertbesucher flüchteten in Panik, Opfer lagen blutüberströmt am Boden.

"Ich sah, wie die Leute schreiend in eine Richtung rannten und sich plötzlich viele umdrehten und wieder in die andere Richtung liefen", sagte der Jugendliche dem Nachrichtensender Sky News. Dort hätten auch Metallteile und Splitter gelegen. Noch immer suchen verzweifelte Angehörige nach vermissten Kindern und Jugendlichen - vor allem mit Hilfe von Twitter. Sie schrieb: "Gebrochen. Es tut mir aus tiefstem Herzen leid".

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel schrieb auf Twitter: "Entsetzliche Nachrichten aus Manchester!". Im Etihad-Stadion, der Heimat des Fußballclubs Manchester City, wurde ein Notfallzentrum eingerichtet. Bewohner wurden aufgefordert, das Stadtzentrum weiterhin zu meiden.

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