Auch München will Einwegbechern den Kampf ansagen

Einweg-Kaffeebecher stapeln sich in einem vollen Mülleimer

Im Herbst soll außerdem eine Kampagne starten, bei der vier Meter hohen Becher an mehreren prominenten Standorten in München aufgestellt werden.

Hunderttausende Wegwerfbecher wandern täglich in Münchner Mülltonnen. Statt auf rigorose Verbote setzt man auf die Einsicht der Bürger.

Einweg-Kaffeebecher stapeln sich in einem vollen Mülleimer.

Bei grünem Licht des Gremiums sollen die Bürger voraussichtlich nach den Sommerferien in einem ersten Schritt über Plakate, Radiospots, Faltblätter und andere Maßnahmen dazu aufgerufen werden, auf Mehrwegbecher umzusteigen und Abfall zu vermeiden. Dafür sind rund 400.000 Euro vorgesehen.

Nach Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe werden bundesweit pro Jahr fast drei Milliarden Einwegbecher für "Coffee-to-go" verbraucht, hinzu kommen Zubehör wie Plastikdeckel, Rührstäbchen und Strohhalme. "Wir werden mit einem Coffee-To-Go-Riesenbecher auf das Problem aufmerksam machen und Alternativen aufzeigen", sagt Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD). Zugleich soll bei der Getränkeausgabe in städtischen Kantinen auf Pappbecher verzichtet werden. "Das wichtigste ist eine Bewusstseins- und Verhaltensänderung".

München. Der morgendliche "Coffee to go" vieler Menschen sorgt für immer größere Müllberge. Auch Gastronomen, Händler, Verbände sowie staatliche Stellen sollen deshalb um Unterstützung für die Kampagne gebeten werden.

Die Stadt München sagt umweltschädlichen Einwegbechern den Kampf an. In Freiburg etwa lief im vergangenen November ein Pfandsystem an: In mittlerweile rund 80 Cafés und Bäckereien können sich die Kunden ihren Kaffee auch in eigens dafür ausgegebene Pfandbecher füllen lassen, für die sie bei Rückgabe einen Euro erstattet bekommen.

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