Eröffnungstermin unklar : Flughafenchef sieht BER-Finanzierung nicht in Gefahr

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In einer FBB-Vorlage zum bisherigen Stand der Masterplanung werden schon einmal als Ausbau-Varianten eine Überbauung des Vorplatzes am Hauptterminal ("Szenario Mitte"), ein neues Terminal in Richtung Selchow ("Szenario West") außerhalb des bisherigen Flughafengeländes und ein weiteres neues Abfertigungsgebäude am alten Schönefelder Airport ("Szenario Nord") genannt. Nun hat Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup erstmals selbst den umstrittenen Beratervertrag für den früheren SPD-Bundessprecher Lars Kühn verteidigt. Um hierfür besser gerüstet zu sein, hat der neue Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup nach Informationen der "Bild am Sonntag" einen externen Kommunikationsberater angeheuert - für einen Tagessatz von 2000 Euro. Es werde 2020 fertig sein, rund sechs Millionen Passagiere abfertigen können. Lütke Daldrup will dem Aufsichtsrat im Juli Grundzüge für den "Masterplan 2040" präsentieren. Man halbiere die ursprünglich geplanten Kosten auf rund 100 Millionen Euro. Der Kostenrahmen wuchs seit Baubeginn 2006 von 2 auf 6,5 Milliarden Euro.

Auf eine BER-Eröffnung 2018 wollten sich weder Lütke Daldrup noch Bretschneider festlegen, die heute auf der gemeinsamen Sitzung der Kabinette Berlins und Brandenburgs in Wildenbruch Gast sind. Erklärtes Ziel ist 2018. Sicher ist das aber noch nicht. Das Ganze sei technologisch längst nicht so komplex wie die mittlerweile in beherrschbare Segmente aufgeteilte Entrauchungsanlage, aber eben sehr umfangreich: "Ein Massenproblem", so Lütke Daldrup. Flughafen-Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider, zugleich Brandenburgs SPD-Flughafenstaatssekretär, sagte, dass keine Regeln verletzt worden seien.

Der Tagesspiegel hatte zudem moniert, dass Kühn ebenso wie Lütke Daldrup SPD-Mitglied ist: Er war in der Vergangenheit Sprecher der Bundestagsfraktion. Den gebe es mit der Agentur MLS, sagte er, die mit dem Geschäftsführer Axel Wallrabenstein dem konservativen Spektrum zugeordnet werde. Das operative Ergebnis (Ebitda) jedoch verbesserte sich dank der steigenden Passagierzahlen an den Flughäfen in Tegel und Schönefeld im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent auf 109 Millionen Euro. 2015 hatte das Unternehmen wegen der Belastungen durch die Dauerbaustelle ein Minus von 138 Millionen Euro verbucht. Auf das Parteibuch komme es nicht an, sagte Lütke Daldrup am Montag, und das Honorar sei marktüblich - womit er leider Recht hat.

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