EU beschließt 30 Prozent europäische Filmquote für Netflix und Co

Netflix & Co. sollen künftig mehr europäische Filme anbieten

Netflix, Amazon und Co. müssen künftig 30 Prozent europäische Produktionen in ihrem Portfolio vorweisen.

Immer wieder ist in der EU zuletzt diskutiert worden, den SVoD-Anbietern eine Quote für europäische Inhalte aufzuerlegen. Bisher gilt eine 20-prozentige europäische Filmquote nur für Fernsehsender.

Die EU-Medienminister streben vorerst nur nach Eckpunkten einer Einigung. Die Minister verhandelten am Dienstag in Brüssel über eine Aktualisierung der audiovisuellen Medienrichtlinie. Laut Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA sprachen sich mit den Niederlanden, Luxemburg, Finnland, Dänemark und Großbritannien gleich fünf (Noch-) EU-Mitgliedsländer gegen die Filmquote aus, wurden allerdings letztlich überstimmt.

Für Österreich signalisierte Medienminister Thomas Drozda (SPÖ) grundsätzlich Zustimmung zu dem vorliegenden Kompromisstext. "Für Plattformen, die mit der Verbreitung audiovisueller Inhalte in unmittelbare Konkurrenz zu Fernsehen und Fernsehen auf Abruf treten, müssen die gleichen Maßstäbe gelten", forderte Drozda. Professionelle und semiprofessionelle Inhalte würden bereits den größten Anteil der Plattformen einnehmen, die von Nutzern selbst bereitgestellten Inhalte würden an Bedeutung verlieren, sagte Drozda. Noch dazu würden die großen Online-Plattformen den nächsten Schritt planen, indem sie zunehmend selbst als Inhalte-Produzenten von "Original Content" auftreten.

Das Ziel der Medienminister mit den Vorgaben für Werbung und Jugendschutz in sozialen Medien sei es, dass Youtuber künftig klarer als bislang Werbung als Werbung kennzeichnen. Die detaillierte Reform muss dann noch zwischen dem EU-Ministerrat, dem Gremium der EU-Staaten, und dem EU-Parlament verhandelt werden. Daher ist die EU-Quote auch noch nicht in Kraft - das dürfte voraussichtlich erst im kommenden Frühjahr soweit sein.

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