Genf: Explosive US-Vorwürfe an Assad vor neuen Syrien-Gesprächen

Genf: Explosive US-Vorwürfe an Assad vor neuen Syrien-Gesprächen

"Was in den Gefängnissen des Regimes geschieht, ist viel hässlicher als dies", sagte al-Hariri in Genf. Zumeist hatte der von Saudi-Arabien finanzierte "Oberste Verhandlungsrat" der Opposition die Gespräche einfach abgebrochen. Erst massiver militärische Druck und nachlassende ausländische Unterstützung brachte einige Fraktionen dazu, sich auf einen Waffenstillstand einzulassen. Die Opposition beharrt auf einer Entmachtung von Präsident Baschar al-Assad, die Regierung betrachtet die Opposition als Unterstützer von Terroristen.

Nach vier Jahren des Krieges konnte die Regierung zuletzt massive militärische und politische Fortschritte erzielen, nicht zuletzt durch die russische Unterstützung. Erst an diesem Sonntag begann der Abzug von Kämpfern und Einwohnern aus dem strategisch wichtigen Ort Kabun vor den Toren von Damaskus.

Parallel zu den bereits seit 2014 laufenden Genfer Gesprächen finden auf Initiative Russlands, des Irans und der Türkei auch in der kasachischen Hauptstadt Astana Verhandlungen zwischen Vertretern der syrischen Regierung und der Rebellen statt. Zuletzt einigten sich Moskau, Ankara und Teheran dort darauf, die Waffenruhe zu erneuern und Schutzzonen zu errichten. Seitdem geht die Gewalt spürbar zurück. Beides gehört zu den Themen, die die UN für die Friedensgespräche vorgesehen haben, dazu Verhandlungen über eine neue Verfassung und Wahlen.

Erschwert wird de Misturas Aufgabe durch mangelnde internationale Unterstützung. So gering, dass ein Reporter am Vortag von de Mistura sogar wissen wollte, warum die Gespräche überhaupt noch fortgesetzt würden. Er selbst wird auf Stellungnahmen für die Medien verzichten. Diese Bitte dürfte vor allem bei den schillernden Haufen auf Schwierigkeiten stoßen, der unter dem Begriff "Opposition" auftritt.

Auch diesmal spricht vieles dafür, dass die Regierungsdelegation kein Interesse an ernsthaften Verhandlungen zeigt.

De Mistura selbst hält die Erwartungen gering. Dort habe er wahrgenommen, dass die Regierung "konstruktiv mit allen unseren Vorschlägen" umgeht, sagte der Ägypter und betonte: "Ich habe keinen Grund, das zu bezweifeln".

Related:

Comments

Latest news

Diskussion um Laufbahn-Rückbau : Umbau des Olympiastadions - Bolt: "Wäre eine"
Auf der blauen Tartanbahn in Berlin stellte er 2009 die noch immer gültigen Weltrekorde über 100 und 200 Meter auf. Der Verein hatte zunächst nur einen Stadionneubau im Olympiapark oder in Ludwigsfelde in Aussicht gestellt.

Red Dead Redemption 2 frühestens im April 2018
Kurz nach dieser Ankündigung brach der Aktienkurs von Take-Two, dem Mutterunternehmen von Rockstar Games , um neun Prozent ein. Es ist nicht das erste Spiel von Rockstar , das einige Monate vor dem etwaigen Release verschoben wird.

Weltausstellung Reformation in Wittenberg eröffnet
Jeweils ein Drittel sei staatlich, kirchlich und über Sponsoren, Merchandising und Teilnehmerbeiträge finanziert. Und mit Johannes Calvin sei die Reformation endgültig zur weltweiten Bewegung geworden.

Pep Guardiolas Frau und Kinder bei Anschlag in der Halle
Der spanische Fußballlehrer brach am Dienstag in Richtung Abu Dhabi aufbrechen wollte. Dort war ein Treffen mit den Klub-Chefs von Manchester City geplant.

Bundespräsident Steinmeier "erschüttert" nach Manchester-Anschlag
Der Tatort: Die Manchester Arena ist eine Multifunktionsarena mit mehr als 21-000 Plätzen, die häufig für Konzerte genutzt wird. Laut einer Meldung der britischen Nachrichtenagentur PA will die Regierungschefin noch am Dienstag Manchester besuchen.

Other news