Manchester-Attentäter soll IS-Kontakt gehabt haben

Schwer bewaffnete Polizisten in der Innenstadt von Manchester. Vor allem Kinder und Jugendliche zählten zu den Besuchern des Konzerts

Die britische Innenministerin Amber Rudd betonte dagegen, eine Verbindung zum Islamischen Staat sei nicht bewiesen. Es sei denkbar, dass er Teil eines größeren Netzwerks gewesen sei.

Die Ausführung des Anschlags sei "anspruchsvoller gewesen als einige der Anschläge, die wir davor erlebt haben", sagte Rudd. Laut Innenministerium deutet vieles darauf hin, dass Salman Abedi nicht alleine handelte. Wie dieser dem "Guardian" sagte, halte er es für wahrscheinlich, dass die Radikalisierung in Manchester stattgefunden habe - in der libyschen Hauptstadt Tripolis gebe es "solche Menschen nicht mehr".

Nach dem Anschlag hat Großbritannien erstmals seit zehn Jahren die Terrorwarnstufe auf das höchste Niveau ("critical threat level") angehoben. Wurde die Lage bisher als "ernst" eingeschätzt, so gilt sie jetzt als "kritisch". Sie sollen vor dem Gaddafi-Regime geflohen und so nach Großbritannien gekommen sein. Der Vater und einer seiner Brüder namens Ismail hätten sich stark in der Gemeindearbeit der Didsbury-Moschee engagiert, berichtete ein Geistlicher.

Das Elternpaar dürfte mittlerweile wieder nach Libyen zurückgekehrt sein. Medienberichten zufolge war Abedi erst kurz vor dem Terroranschlag zu Besuch in Libyen.

Manchester. Der mutmaßliche Attentäter von Manchester soll nach Polizeiangaben der 22-jährige Salman Abedi sein. Der Brite sei libyscher Herkunft, aber in Großbritannien aufgewachsen und habe sich "plötzlich nach einer Reise nach Libyen und dann wahrscheinlich nach Syrien radikalisiert und hat entschieden, diesen Anschlag zu begehen".

Die Gemeindemitglieder der Moschee haben ein geteiltes Bild über den jungen Mann, der sein Studium abbrach und später in einer Bäckerei arbeitete, berichtet der "Guardian". Der IS hatte nach dem Anschlag behauptet, der Attentäter Salman Abedi sei ihr "Soldat" gewesen.

Bei einem Konzert der US-Pop-Sängerin Ariana Grande im britischen Manchester hatte es am Montagabend eine Explosion gegeben. 22 Menschen wurden getötet und 59 verletzt, darunter viele Kinder und Jugendliche.

Offenbar schließt die Polizei im Moment auch eine Jihadisten-Zellen in Abedis unmittelbarem Umfeld nicht aus. Andere Personen bezeichneten Abedi als ruhig und respektvoll. Die militärischen Kräfte stehen dabei unter dem Kommando der Polizei. Die Jihadisten reklamierten den Anschlag zwar für sich.

Sicherheitsbehörden bestätigten eine Verbindung zum IS zunächst nicht.

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