Manchester: Zwei weitere Festnahmen nach Anschlag

Die Polizei in Manchester nannte den 22 Jahre alten Salman Abedi als Hauptverdächtigen für das Selbstmordattentat. Dabei wurde am Dienstag auch eine kontrollierte Sprengung vorgenommen.

Der Selbstmordattentäter hatte 22 Menschen mit in den Tod gerissen, unter ihnen viele Kinder und Jugendliche. Sein Name wurde am frühen Abend von der Polizei veröffentlicht.

Ungereimtheiten in den IS-Angaben liessen Zweifel aufkommen, ob die sunnitischen Fanatiker vom so genannten Islamischen Staat wirklich verantwortlich sind. Die Gefahr von Anschlägen auch auf Ziele wie Konzerte sei hoch, sagt der Terrorexperte Peter Neumann. Es gebe Unstimmigkeiten bei den Statements zum Tathergang. Sie ist vermutlich das jüngste Todesopfer.

59 Verletzte kamen in Krankenhäuser, einige waren gestern Abend noch in Lebensgefahr.

Viele Einwohner der 500 000-Einwohner-Stadt im Norden Englands sind am Morgen noch fassungslos. Bei dem Festgenommenen handle es sich um einen 23-jährigen Mann, erklärte sie per Twitter. Ein mutmaßlich islamistischer Selbstmord-Attentäter hatte in der Nacht zu Dienstag in einer Konzerthalle in Manchester eine Bombe gezündet.

Schock in Großbritannien: Bei einem Konzert von Popstar Ariana Grande in Manchester gab es eine Explosion mit vielen Toten, darunter auch Kinder. "Es geschah buchstäblich eine Minute nach dem Ende", berichtete der 19-jährige Sebastian Diaz. Das Licht im Saal ging an, die ersten Konzertbesucher machten sich auf den Weg nach draußen. Alle seien schreiend auf die Treppen Richtung Ausgang zugerannt. "Ich sah ein kleines Mädchen (.), sie hatte keine Beine mehr", sagte ein Zeuge dem Sender Sky News. Der Anschlag in Manchester traf vor allem Kinder und Jugendliche. Den Rettungskräften zufolge waren unter den Verletzten zwölf Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Die Polizei versucht herauszufinden, ob er Helfer hatte.

Die Sängerin selbst blieb nach Angaben eines Sprechers unverletzt. Auch der Rat der britischen Muslime verurteilte den Anschlag als "schreckliche und kriminelle Tat". Immer wieder wischen sich die Menschen Tränen von den Wangen, besonders als Bürgermeister Andy Burnham die Stadtbewohner zur Einheit aufruft: "Wir alle senden heute ein Signal in die Welt hinaus, dass wir den Terror besiegen können".

Am Nachmittag gab die Polizei per Twitter bekannt, dass sie zwei weitere Haftbefehle in Whalley Range und in Fallowfield ausgeführt habe.

Die Reaktion der Politik: Premierministerin Theresa May und Herausforderer Jeremy Corbyn unterbrachen den Wahlkampf für die Parlamentswahl am 8. Juni. Auch Politiker weltweit äußerten sich bestürzt.

Beileids- und Solidaritätsbekundungen kamen unter anderen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, von US-Präsident Donald Trump, der Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard und dem Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter. Chinas Präsident Xi Jinping kondolierte Königin Elizabeth.

Die Sicherheitsbehörden halten damit ein unmittelbar bevorstehendes Attentat für möglich. Der Direktor der nationalen US-Geheimdienste, Dan Coats, erklärte, dies könne zunächst nicht bestätigt werden.

Der IS hat sich bereits zu mehreren Anschlägen in Europa bekannt. Im Vereinigten Königreich gilt seit August 2014 die zweithöchste Terrorwarnstufe 4. Polizei-Tweet Mirror-Bericht Sun-Bericht Manchester nach dem Anschlag Lächelnd in den Tod: IS-Terroristen drohen dem Westen Manchester: "Ein riesiger Blitz, ein Knall und Rauch" Traurig, aber stark: Manchester nach dem Anschlag Terroranschlag in Manchester: Was wir wissen - und was nicht Unter dem Hashtag #Manchestermissing suchen Angehörige und Freunde im Internet nach Vermissten.

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