Terror gegen Teenager: Viele Tote bei Konzert in Manchester

Der Attentäter von Manchester ist vor dem Anschlag mit mindestens 22 Todesopfern wahrscheinlich nach Syrien gereist und soll Verbindungen zur Terrormiliz IS gehabt haben. Ein "Soldat" des Islamischen Staates habe eine Bombe platzieren können, meldete das IS-Sprachrohr Amak am Dienstag im Internet.

Mit ernster Miene trat die britische Premierministerin Theresa May Dienstagmittag vor ihrem Amtssitz in der Londoner Downing Street vor die Öffentlichkeit - und bestätigte: Das Attentat war ein Terrorangriff, ein "feiger Anschlag". Mindestens 59 Menschen wurden verletzt, viele davon lebensgefährlich. Unter den Opfern sind laut Polizei auch viele Kinder.

Am Rande eines Popkonzerts der US-Sängerin Ariana Grande ist es im britischen Manchester am Montagabend zu einer Explosion gekommen. Queen Elizabeth II. erklärte, die ganze Nation stehe unter Schock.

Die Identität des Attentäters von Manchester ist der Polizei mittlerweile vermutlich bekannt - aber öffentlich machen will sie ihn noch nicht. Bereits am Vortag hatte sie einen 23-Jährigen gefasst und mehrere Häuser durchsucht.

Bevor May am Nachmittag nach Manchester flog, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen, leitete sie eine Sitzung des Sicherheitskabinetts in Downing Street.

Anfang Juni wird in Großbritannien ein neues Parlament gewählt. Auch die mit Grande befreundeten Popstars Taylor Swift und Katy Perry bekundeten ihre Anteilnahme. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Song.

Es ist der schwerste Terroranschlag seit 2005 . Menschen seien von flüchtenden Besuchern niedergetrampelt und verletzt worden.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker reagierte mit "großer Trauer und tiefer Erschütterung" auf die Tat. Vier Islamisten sprengten sich damals in U-Bahnen in London in die Luft und töteten so 56 Menschen.

Zeitgleich in der Arena hatte Tochter Abigail ihre Schwester Sophie an die Hand genommen. In Manchester boten Anwohner den Betroffenen Unterschlupf an; bei Twitter gab es dafür den Hashtag #roominmanchester. Im Etihad-Stadion, dem Heimstadion von Manchester City, wurde ein Notfallzentrum eingerichtet. Die Polizei erhält daher Hilfe vom Militär. Die Zuschauer verließen dabei gerade die Arena, teilte die Polizei mit. Bewohner wurden aufgefordert, das Stadtzentrum weiterhin zu meiden.

Vor allem Kinder und Jugendliche hatten das Konzert der Popsängerin besucht. Auch in London wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Der Anschlag löste weltweit Betroffenheit aus. Details nannte die Polizei nicht.

Aus der ganzen Welt kamen Beileids- und Solidaritätsbekundungen - unter anderen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, von US-Präsident Donald Trump, aus der Schweiz von Bundespräsidentin Doris Leuthard und Aussenminister Didier Burkhalter. Premierministerin Theresa May würdigte die spontane, zum Teil auch mutige Bürgersolidarität am Dienstag mit den Worten, dass "ein Versuch uns zu spalten, viele Menschen einander näher gebracht hat".

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