US-Behörde verklagt Fiat Chrysler wegen falscher Abgaswerte

Der Druck auf Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne wächst

Nach Volkswagen jetzt Fiat Chrysler: Die US-Umweltbehörde EPA verklagt den Autohersteller wegen manipulierter Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen.

Die US-Umweltbehörde hat Klage gegen den Autohersteller Fiat Chrysler wegen der Manipulation von Abgaswerten eingereicht. Fiat Chrysler teilte mit, das Unternehmen sei enttäuscht über den Schritt des Ministeriums. An der Börse sackte die Aktie von Fiat Chrysler um rund vier Prozent ab. Es geht um den Ausstoß des Schadstoffs Stickoxid bei rund 104.000 Dieselautos. Im März drang an die Öffentlichkeit, dass das Justizministerium, die Börsenaufsicht und Generalstaatsanwälte mehrerer amerikanischer Bundesstaaten ebenfalls ermitteln.

Der Druck auf Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne wächst
Der Druck auf Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne wächst

Der Abgasskandal bei Volkswagen hatte die EPA 2015 zu einer großangelegten Untersuchung von Diesel-Fahrzeugen in den USA veranlasst. Auch in Europa wird der Konzern der Abgasmanipulation verdächtigt. Sie leitete daher in der vergangenen Woche ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Italien ein. Die Behörde wirft Fiat Chrysler vor, mit Vorrichtungen Abgaswerte manipuliert zu haben. Das Software-Update, mit dem die vermeintlichen Manipulationsprogramme überspielt werden sollten, sei das Ergebnis monatelanger Verhandlungen mit den US-Umweltämtern, hieß es. Die von Volkswagen im Zuge der Aufarbeitung des Skandals ausgehandelten Entschädigungen und Strafzahlungen in den Vereinigten Staaten belaufen sich inzwischen auf mehr als 22 Milliarden Dollar (knapp 20 Milliarden Euro). Für Mittwoch hat ein Bundesrichter in Kalifornien zudem eine Anhörung angesetzt, nachdem von Autobesitzern eine Reihe von Klagen gegen Fiat Chrysler eingereicht wurde. Allerdings sind bei Fiat Chrysler deutlich weniger Fahrzeuge betroffen - VW hatte Abschalteinrichtungen in fast 600 000 Dieselwagen in den USA installiert.

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