US-Präsident in Israel Melania nimmt Donald Trumps Hand nicht

Der US-Präsident reist nach Jerusalem

Am zweiten Tag seines Besuchs in Israel geht es in die Palästinensischen Autonomiegebiete. Keine 27 Stunden hielt sich der US-Präsident im Heiligen Land auf, 25 davon in Israel und Ostjerusalem, nicht ganz zwei Stunden widmete er gestern dem Besuch von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Israel sperrte sich dagegen, weil die Scouts Wimpel in den palästinensischen Nationalfarben - schwarz-weiß-grün-rot - tragen. "Ich beabsichtige, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um bei der Erreichung dieses Ziels zu helfen". So soll es das Weiße Haus abgelehnt haben, dass Netanjahu den US-Präsidenten bei seinem Besuch an der Klagemauer begleite. Am Nachmittag will er weiter nach Italien reisen. "Frieden kann nicht in einer Umgebung entstehen, in der Gewalt unterstützt wird".

Auch im Gespräch mit Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu zeigte sich Trump überzeugt, dass es sehr gute Bedingungen für einen Frieden in Nahost gebe.

Das iranische Außenministerium warf den USA vor, Iran-Feindlichkeit zu schüren und Terroristen im Nahen Osten Waffen zu verkaufen. Er wies auf die Bedeutung einer Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror hin. Mit dem Redezettel vor der Nase betet er die Positionen der Palästinenser herunter vom Staat in den Grenzen von 1967 bis zu Ost-Jerusalem als Hauptstadt. "Das Problem besteht nicht zwischen uns und dem Judentum". Unter anderem sollen die Öffnungszeiten an mehreren Grenzübergängen im von Israel besetzten Westjordanland weniger streng gehandhabt werden.

Die israelische Besetzung verhindere eine zwei-Staaten-Lösung. Fürs heimische Publikum erinnert er Trump dann noch an das Schicksal der knapp 1000 palästinensischen Häftlinge, die in israelischen Gefängnissen im Hungerstreik darben. Zudem sind ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und eine Rede Trumps im Israel-Museum vorgesehen. Interessanter dürfte sein, was Donald Trump bei seinem Besuch nicht gesagt hat. Es war erwartet worden, dass sich Trump zu Grundzügen einer möglichen Friedensregelung äußert. Während seiner Tage in in Saudi-Arabien habe er "neue Gründe zur Hoffnung" gefunden, wie etwa das dort unterzeichnete Abkommen zur Terrorbekämpfung. "Wir müssen die Situation jetzt nutzen".

Die israelische Zeitung "Ha'aretz" schrieb, es handele sich um einen Eintrag, wie ihn nur Trump schreiben könne. Das gilt selbst für ein so minutiös geplantes Ereignis wie die erste Israelreise des US-Präsidenten: Während Donald Trump mit der First Lady Melania den roten Teppich auf dem Ben-Gurion-Flughafen von Tel Aviv abschritt, beugte sich Oren Hasan vor, ein israelischer Abgeordneter mit Vergangenheit im Rotlichtmilieu, um ein Selfie mit den beiden Gästen zu knipsen. Das war eine Station, die die US-Präsidentenfamilie am Dienstag auf ihrer Nahost-Reise aufsuchte. Aber der Schulterschluss mit Trump hat für den Premier Vorrang, um es mit dem iranischen Hegemonialstreben aufzunehmen.

Viele in der muslimischen Welt seien sich der wachsenden Bedrohung durch den Iran bewusst, sagte Trump. Und die arabischen Potentaten von Kairo über Amman bis zum Golf hätten ein lästiges Problem aus dem Weg geräumt, das immer auch in ihren Ländern für ungewollte Unruhe sorgt.

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