Auswertung von Lohnsteuer kompakt: Berlin hat die schnellsten Finanzämter Deutschlands

Saarland

Schlusslicht ist Bremen mit 71,8 Tagen. Das ist allerdings eine Verbesserung zum Vorjahr, in dem noch 80,1 Tage benötigt wurden. Kleiner und schneller heißt aber nicht gleich näher dran am Kunden. Entsprechend unterschiedlich lang müssen sich Steuerzahler gedulden, bis sie zu viel gezahlte Steuern zurückgezahlt bekommen. Die Vergleichsnoten liegen bei Bearbeitungsdauer, Rückerstattung und Freundlichkeit dennoch unter den Gelsenkirchener Werten.

Das Rennen um das bundesweit am schnellsten arbeitende Amt machte das Finanzamt Bensheim/Außenstelle Fürth - dort dauerte es nur gut 27 Tage, bis ein Steuerbescheid ausgestellt wurde.

Demnach befindet sich das schnellste Finanzamt Deutschlands in Hessen. Abgeschlagen auf dem letzten Platz landet erneut das Land Bremen.

Journalisten erhalten auf Anfrage die Detaildaten der einzelnen Finanzämter, eine Übersicht nach Bundesländern sowie eine Infografik.

Für die Untersuchung wertete Lohnsteuer kompakt rund 200.000 Einkommensteuererklärungen aus, die zwischen Juni 2016 und Mai 2017 über das Portal erstellt wurden.

Für die Bearbeitung einer Steuererklärung brauchen die Finanzämter im bundesweiten Durchschnitt derzeit 53 Tage und ist somit 0,4 Tage mehr als noch im Vorjahr. Auch die niedersächsischen Finanzämter schaffen es mit einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 59, 6 Tagen für eine Steuererklärung nicht unter die Top-Ten. Außerdem bearbeiten die Finanzämter die Steuererklärungen in der Reihenfolge des Eingangs. Schneller geht es in Nördlingen (36 Tage) und Neu-Ulm (45 Tage). Die Hansestadt landete dieses Mal hinter Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt nur noch auf dem vierten Platz.

"Die regionalen Unterschiede sind erstaunlich groß", sagt Felix Bodeewes, Geschäftsführer von Lohnsteuer kompakt.

Die zügige Bearbeitung in Bielefeld-Außenstadt bestätigt auch Dietmar Engel von der Bielefelder Unternehmens- und Steuerberatung HLB Stückmann, "dafür sind die bekannt". Am deutlichsten verschlechterte sich Sachsen, das Bundesland verlor vier Plätze und landete auf dem elften Rang.

Related:

Comments

Latest news

Philippinen: Duterte will Kriegsrecht "brutal" durchsetzen
Die Kämpfe brachen demnach aus, als Soldaten vergeblich versuchten, den Abu-Sayyaf-Anführer Isnilon Hapilon festzunehmen. Ein Präsidentensprecher sagte gegenüber philippinischen Medien, das Kriegsrecht auf Mindanao gelte zunächst für 60 Tage.

Polizei geht von Netzwerk rund um Manchester-Attentäter aus
Der Attentäter ist einem Bericht der "Times" zufolge erst kürzlich aus Libyen wieder nach Großbritannien zurückgekehrt. Der Verdächtige: In welcher Beziehung die Festgenommenen zum Täter standen, ist ebenso unklar wie seine Identität.

Papst Franziskus empfängt US-Präsident Trump zu Audienz
Angesichts von Trumps Besuch haben die Verantwortlichen in der Stadt die Sicherheitsvorkehrungen in Rom verschärft. Dies sei eine Anspielung auf Trumps Motto "America First", hieß es in einer Mitteilung von Greenpeace Italien.

Unternehmen: Merkel von Aufschwung der Elektromobilität überzeugt
Außerdem startet Mercedes-Benz Trucks noch 2017 die Kundenerprobung des Urban eTruck, eines schweren Verteiler-Lkw mit E-Antrieb. Durch die Erweiterung vervierfacht sich die Produktions- und Logistikfläche in Kamenz auf insgesamt rund 80.000 m².

EIL: IS-Verbindungen: Jüngerer Bruder von Manchester-Attentäter in Libyen festgenommen
Er sei Mitte April ausgereist, danach aber mit seinem Bruder in Manchester in ständigem Kontakt gewesen. US-Angaben zufolge soll Abedi vor dem Anschlag mit dem Zug von London nach Manchester gefahren sein.

Other news