EIL: IS-Verbindungen: Jüngerer Bruder von Manchester-Attentäter in Libyen festgenommen

Polizeifahrzeuge blockieren eine Straße in der Nähe der Manchester Arena

Der Manchester-Attentäter war nach Aussage seines in Libyen festgenommenen Bruders Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Hachem Abedi habe ausgesagt, während der Vorbereitungen in Großbritannien gewesen zu sein. Er sei Mitte April ausgereist, danach aber mit seinem Bruder in Manchester in ständigem Kontakt gewesen.

Die britische Polizei hatte nach eigenen Angaben am Dienstag und Mittwoch insgesamt fünf Männer im Zusammenhang mit dem Anschlag festgenommen. "Das sind wir nicht", sagte Ramadan Abedi der Nachrichtenagentur AP telefonisch aus der libyschen Hauptstadt Tripolis, wo er später festgenommen wurde.

Zuvor war bereits bekanntgeworden, dass einer der beiden Brüder Abedis festgenommen wurde. Die Terrormiliz hatte nach dem Anschlag behauptet, der Täter sei ein "Soldat" des IS gewesen.

Großbritannien hob im Anschluss die Terroralarmstufe auf das höchste Niveau an, weil es Sorgen gab, dass der 22 Jahre alte mutmaßliche Attentäter Komplizen gehabt haben könnte, die einen weiteren Anschlag planen.

Nach dem Terroranschlag in Manchester gerät die Familie des Selbstmordattentäters immer mehr in den Fokus der Ermittler. "Ich glaube, es ist ganz klar, dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen", sagte der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins, am Mittwoch. 22 Menschen riss er mit in den Tod, darunter viele Kinder und Jugendliche.

US-Angaben zufolge soll Abedi vor dem Anschlag mit dem Zug von London nach Manchester gefahren sein. Der französische Innenminister Collomb sagte zudem, ihm hätten britische Ermittler berichtet, dass der Attentäter möglicherweise auch nach Syrien gereist sei. Es gebe auch keine Vermisstenmeldungen, sagte ein Sprecher. Wegen der anhaltenden Bedrohung gilt in Großbritannien seit Dienstag die höchste Terrorwarnstufe.

Salmen Abedi wird verdächtigt, den Selbstmordanschlag in der Manchester Arena am 22. Mai während des Konzerts des US-amerikanischen Pop-sängerin Ariana Grande verübt zu haben. Dies bedeute, dass mit einem weiteren, unmittelbar bevorstehenden Anschlag gerechnet werde.

Uhr: Trauerbeflaggung in Deutschland: Wegen des Anschlags von Manchester hängen die Flaggen vor den Bundesbehörden in Deutschland am Mittwoch auf Halbmast. "Wir behandeln noch 64 Verletzte, rund 20 von ihnen sind in kritischem Zustand,", sagt der Chef der Gesundheitsbehörde des Großraums Manchester, Jon Rouse, dem Sender Sky News.

Das Parlament in London sagte nach dem Heraufsetzen der Terror-Warnstufe alle Führungen und Veranstaltungen mit sofortiger Wirkung ab.

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