Eintracht wirft Varela wegen Tattoo raus

Guillermo Varela wird nicht mehr für Frankfurt spielen

Drei Tage vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin sorgt Guillermo Varela für unnötige Unruhe bei Eintracht Frankfurt: Wegen eines frisch gestochenen Tattoos trennte sich der Fußball-Bundesligist von seinem uruguayischen Abwehrspieler.

Damit kann der 24-Jährige nicht beim DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund am Samstag eingesetzt werden.

Guillermo Varela hatte sich entgegen der Anweisung von Trainer Niko Kovac und des Rats der Ärzte am Montag ein Tattoo stechen lassen, das sich im Anschluss entzündete. "Der Club kann es nicht dulden, dass sich ein Spieler vor so einem wichtigen Spiel den Anweisungen des Trainers und der Ärzte widersetzt", sagte der Sportvorstand Fredi Bobic am Mittwoch. Varela ist indes nicht der erste Spieler, der sich aufgrund eines Tattoos Stress mit seinem Klub einfängt.

Mitspieler David Abraham wollte sich nicht näher äußern. "Dem ist nichts hinzuzufügen", sagte der Argentinier auf der Pressekonferenz am Nachmittag.

Bobics Worten zufolge plant der Klub nach dieser Aktion nicht mehr mit Varela: "Dieses Verhalten ist grob fahrlässig und schadet der ganzen Mannschaft". "Wir hatten uns bereits Gedanken zu einer möglichen Verlängerung der Leihe gemacht", sagt Bobic. Bobic kündigte an, der Spieler werde eine "sehr empfindliche Strafe bekommen".

Varela kam im vergangenen Sommer als Leihspieler von Manchester United in die hessische Metropole.

Hintergrund ist der Umstand, dass eine Tätowierung als oberflächliche Hautwunde respektive körperlicher Eingriff zu behandeln ist, weshalb sich Profisportler normalerweise außerhalb des regulären Spielbetriebs einer Sitzung (gegebenenfalls auch mehrere) unterziehen. "Dem Team mit einem derart egoistischen Verhalten und dessen Veröffentlichung zu schaden, zwingt uns leider zu diesen Maßnahmen".

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