EU belegt Streaming-Dienste mit 30-Prozent-Quote

Die EU will Jugendschutz auch auf Youtube durchbringen

Den EU-Medienministern ist dieser Umstand allerdings ein Dorn im Auge: Sie forderten schon vor geraumer Zeit eine Europa-Quote für Streaming-Dienste - und haben diese einem Medienbericht zufolge nun umgesetzt. Der zuständige EU-Medienrat hat die Neuregelung der EU-Medienrichtlinie, der so genannten AVMD-Richtlinie, heute beschlossen. Die Direktive für Audiovisual Media Services (AVMS) soll künftig nicht mehr nur für Fernsehsender und Radiostationen, sondern auch für Videostreaminganbieter gelten. Die verbleibenden 70 Prozent der Inhalte können aus nicht-europäischen Produktionen bestehen.

Streaming-Anbieter werden in Europa künftig so behandelt wie klassische TV-Sender - zumindest wenn es nach der Mindestquote an europäischen Produktionen geht. Die Quote wurde im Rahmen der Verhandlungen angehoben, ursprünglich waren 20 Prozent veranschlagt.

Netflix & Co. müssen künftig mehr europäische Produktionen anbieten. Daher ist auch unklar, wie stark sich eine Quote auf die Auswahl auswirken würde. Wettbewerbsrecht Dabei geht es, anders als vor Jahren bei der Radio-Quote, nicht um die Erhaltung der Muttersprache, sondern einzig und allein um den Wettbewerb mit den klassischen TV-Sendern, die ohne eine Gleichstellung bei der Quote gegenüber den On-Demand-Anbietern benachteiligt wären.

Laut einem Bericht von New Europe gibt es Widerstand einiger EU-Länder.

Gegenwehr kam aus Großbritannien, Dänemark, Finnland, den Niederlanden und Luxemburg - sie haben gegen die geplante Änderung gestimmt, konnten sich in der Abstimmung des Kulturausschusses des EU-Parlaments aber nicht durchsetzen. Sie befürchten, dass eine solche Quote kontraproduktiv sei. Noch seien nicht alle Details zwischen EU-Ministerrat und Europaparlament ausgehandelt, berichtet unter anderem das Medienmagazin DWDL. Eine Umsetzung des Beschlusses erfolgt frühestens im Frühjahr 2018.

Related:

Comments

Latest news

Polizei nimmt fünften Mann in Verbindung mit Manchester-Anschlag fest
Er hatte beim Konzert von Ariana Grande in Manchester am Montagabend selbstgebaute Bomben detonieren lassen. Die Ermittler machen den 22 Jahre alten Salman Abedi für den Anschlag auf das Popkonzert verantwortlich.

Ikea-Lampen unterstützen bald Alexa, Google Home und Apple HomeKit
Aus diesem Grund werden wir weiter daran arbeiten, dass unsere Produkte mit anderen auf dem Markt erhältlichen kompatibel sind. Durch ein Gateway lässt sich Trådfri bereits per App steuern - künftig auch durch Sprachbefehl und Apples Home-App.

Großbritannien: Ariana Grande - "Künstlerin des Jahres" mit steilem Aufstieg
Noch als Grundschülerin stand sie während einer Kreuzfahrt lieber auf der Karaoke-Bühne, als mit den anderen Kindern zu spielen. Bei einem Konzert von Ariana Grande hatte sich am Dienstag in Manchester ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt.

Nordkorea testet offenbar erfolgreich Rakete
Moon hatte im Wahlkampf für eine Politik der Annäherung plädiert, aber Nordkorea auch vor weiteren Provokationen gewarnt. Mit dem Test einer neuen Rakete verschärft Machthaber Kim Jong Un erneut die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel.

Attentäter von Manchester war Behörden bereits bekannt
Nach der Veranstaltung aber zündet ein mutmaßlich islamistischer Selbstmordattentäter im Eingang der Halle eine Bombe . Königin Elizabeth II. erklärte, die ganze Nation sei über die vielen getöteten und verletzten Menschen schockiert.

Other news