Nepal: Neues Drama am Mount Everest: Vier Tote

Mount Everest

Als diese jedoch später am selben Tag im Basislager auftauchten, änderte sich die Einschätzung: Die Toten könnten bereits seit 2016 im ewigen Eis nahe des Gipfels liegen.

Auf dem Mount Everest in Nepal sind vier Bergsteiger ums Leben gekommen.

Wie ein Expeditionsveranstalter mitteilte, wurden zuletzt am Dienstag vier Menschen in 8.000 Metern Höhe entdeckt. Hinzu kam am Mittwoch eine grausige Entdeckung: Retter fanden vier Tote, die bereits seit vergangenem Jahr auf dem Berg liegen könnten. Ursprünglich hatte man die auf 7950 Meter Höhe gefundenen Leichen als die zweier ausländischer Bergsteiger und zweier Bergführer identifiziert. "Wir wissen nicht, wer sie sind und wodurch sie ums Leben gekommen sind". Örtlichen Medienberichten zufolge handelt es sich um zwei ausländische Bergsteiger sowie um zwei Sherpas. "Die Helfer fanden die Leichname in ihren Zelten im Lager 4, als sie eigentlich auf der Suche nach einem anderen Toten waren", sagte Gyaendra Shrestha, ein Mitarbeiter des Tourismusministeriums. Insgesamt gab es in der diesjährigen Klettersaison am Everest bislang mindestens sechs Tote. Als Todesursache wurde die Höhenkrankheit vermutet.

In dieser Saison starben bereits zehn Bergsteiger am Mount Everest.

Mehr als 382 Bergsteiger erreichten den 8848 Meter hohen Gipfel von der Südseite her, rund 120 weitere schafften es von der tibetischen Seite. Die kurze Bergsteigersaison im Himalaya dauert von April bis Ende Mai, wenn die Wetterbedingungen am besten sind. Ab Juni sorgt der Monsun-Regen für erschwerte Bedingungen.

Eine Expedition auf den höchsten Berg der Welt ist gefährlich.

Die Tourismusbehörde Nepals hat in diesem Jahr so viele Klettergenehmigungen für den Mount Everest erteilt wie noch nie, nämlich 371. Mehrere von ihnen hatten behauptet, der berühmte Hillary Step, eine zwölf Meter hohe Felsformation kurz unter dem Gipfel und das letzte große Hindernis bei dessen Besteigung, sei kollabiert. Der blinde Bergsteiger bezwang nun alle "Seven Summits", die höchsten Gipfel der sieben Kontinente. Der Neuseeländer Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay hatten 1953 als erste Menschen der Welt den Mount Everest bezwungen.

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