Papst Franziskus empfängt US-Präsident Trump zu Audienz

Hand in Hand Melania Trump und die Frau des israelischen Staatspräsidenten Nechama Rivlin

Der Papst revanchierte sich mit einer Medaille mit Friedenszweig und einigen seiner Enzykliken und Schreiben, Trump sagte: „Ich werde das lesen.“.

US-Präsident Donald Trump hat seine erste Audienz mit Papst Franziskus begonnen. Das Katholiken-Oberhaupt und der Republikaner versuchten mit dem Treffen auch, ihren Zwist aus dem vergangenen Jahr hinter sich zu lassen.

Trump und der Papst gelten als sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. "Eine Person, die Mauern bauen will, ist nicht christlich", hatte Franziskus gesagt, als er im Februar 2016 bei seiner Mexiko-Reise an der mexikanischen Grenze zu den Vereinigten Staaten eine Messe zelebrierte und so ein Zeichen der Verbundenheit mit Migranten setzte. Der Papst hatte dem US-Präsidenten vier Schriften unter anderem zum Umweltschutz geschenkt.

Eine Gemeinsamkeit gibt es zwischen dem US-Präsidenten und dem Papst, zumindest in den Augen Donald Trumps: Der neue Papst sei ja "ein bescheidener Mann, genau wie ich", twitterte Trump nach der der Wahl des Argentiniers ins Papstamt im Frühling 2013. "Er wird sagen, was er denkt, und ich werde sagen, was ich denke", hatte der Papst angekündigt.

Es ist eine gute Gelegenheit für Europa und auch für den Papst, von Trump zu hören. Von all dem Pomp und Protokoll im Vatikan war er augenscheinlich einigermaßen beeindruckt und betonte, es sei eine "solche Ehre, hier zu sein". Er kam am Mittwochmorgen zusammen mit seiner Frau Melania und Tochter Ivanka, die beide einen schwarzen Schleier trugen, am Vatikan an. Nach der Audienz beim Papst wird er auch die Sixtinische Kapelle und den Petersdom im Vatikan besichtigen.

Während Trump anschließend Mattarella und Gentiloni trifft, besucht First Lady Melania ein Kinderkrankenhaus in Rom und seine Tochter Ivanka die Hilfsorganisation Sant'Egidio. Begleitet wird der Besuch von verschärften Sicherheitsmaßnahmen. Teile der römischen Innenstadt werden zeitweise abgeriegelt. Angesichts von Trumps Besuch haben die Verantwortlichen in der Stadt die Sicherheitsvorkehrungen in Rom verschärft. Es würden daher keine zusätzlichen Vorkehrungen getroffen. Im Anschluss an den Aufenthalt in Rom fliegt Trump weiter nach Brüssel zum Nato-Gipfel und anschließend zurück nach Italien, wo er am Gipfel der G7-Gruppe im sizilianischen Taormina teilnehmen wird. Dies sei eine Anspielung auf Trumps Motto "America First", hieß es in einer Mitteilung von Greenpeace Italien. Beim Besuch in Saudi-Arabien hatte für Medienaufmerksamkeit gesorgt, dass sie dort ohne Kopftuch und sonst üblicher stark verhüllender Kleidung aufgetreten war.

Bei einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Bethlehem betonte Trump nach Angaben des Weissen Hauses, dass Frieden zwischen Israelis und Palästinensern möglich sei.

Mit auf den Weg gab der Pontifex dem US-Präsidenten auch seine 2017 veröffentlichte Friedensbotschaft, die er für ihn unterschrieben hatte.

Was Trump damit genau meint, ist nicht bekannt. Zudem griff er immer wieder den Iran scharf an.

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