Polizei nimmt fünften Mann in Verbindung mit Manchester-Anschlag fest

Schwer bewaffnete Polizisten in der Innenstadt von Manchester. Vor allem Kinder und Jugendliche zählten zu den Besuchern des Konzerts

Die Ermittler machen den 22 Jahre alten Salman Abedi für den Anschlag auf das Popkonzert verantwortlich.

Es sind so viele Geschichten.

Ein Polizist hilft unweit des Explosionsortes einer verletzten Frau.

Am zweiten Tag nach dem Anschlag auf die Manchester Arena ist der Albert Square im Herzen der Stadt wieder voller Menschen. "Wir sind die letzten in der Kette, die erfahren werden, ob das Konzert von Ariana Grande stattfindet". Die Ermittler versuchen, die Tausende Teile des Puzzles zusammenzusetzen. Die völlig "aufgelöste" Sängerin, wie sie ihre Gefühlslage nach dem Terror-Anschlag auf Twitter schilderte, ist inzwischen wieder in ihrer Heimat Florida angekommen und im Kreise ihrer Liebsten, wie unter anderem die US-Seite "Page Six" berichtet. Die Polizei in Manchester bestätigte die Meldung nicht. Zum Schutz von Großveranstaltungen und öffentlichen Plätzen wird nun auch das Militär eingesetzt. Die Ministerin bezeichnete es am Mittwoch in der BBC als "irritierend", dass Informationen über den Selbstmordattentäter Salman Abedi in US-Medien auftauchten, ehe sie in Großbritannien zur Veröffentlichung freigegeben wurden.

Nach Angaben der Polizei brachte ein männlicher Täter am Montagabend gegen 22.30 Uhr Ortszeit einen selbstgebauten Sprengsatz zur Explosion, als die Besucher nach einem Konzert die Halle verließen. Medienberichten zufolge ist Abedi 1994 in Manchester geboren worden und hat in der nordenglischen Stadt studiert. Überdies wurde die Wohnung von Abedis Bruder durchsucht.

Ein angeblicher Bekannter beschreibt ihn als zurückhaltend. "Ich glaube, es ist ganz klar, dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen", so Hopkins. Im "Guardian" erinnert sich ein Mitglied der libyschen Gemeinde, dass sich der Vater, Ramadan Abedi, stets klar gegen die Ideologie der Dschihadisten gestellt habe. Er hält seinen Sohn für unschuldig.

Es gibt jedoch auch Bekannte, die von schlechten Erfahrungen erzählen.

Die britische Polizei fahndet nach dem Anschlag in Manchester nach dem mutmaßlichen Bombenbauer und Komplizen des Attentäters Salam Abedi. Es ist möglich, dass Salman Abedi dort auch im Umgang mit Waffen und Sprengstoff ausgebildet wurde. Offenbar wurde er aber nicht als Hochsicherheitsrisiko betrachtet. "Das war ein sehr zurückhaltender junger Mann, er war mir gegenüber immer sehr respektvoll", sagte ein Libyer in Manchester dem "Guardian".

Der Attentäter von Manchester war vor dem Anschlag wahrscheinlich nach Syrien gereist und soll Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehabt haben.

Nähere Details zu den Festnahmen waren zunächst nicht bekannt.

Er hatte beim Konzert von Ariana Grande in Manchester am Montagabend selbstgebaute Bomben detonieren lassen. Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) erinnerte während eines Besuchs in Ägypten angesichts der "furchtbaren Ereignisse" von Manchester daran, "wie nahe uns das Problem des Terrorismus gerückt ist".

Auf einer Gedenkkerze steht: Liebe alle, hasse niemanden. Passanten blieben stehen, lasen und nickten. Initiativen, um unterschiedliche Religionsgruppen zusammenzuführen, finden großen Anklang.

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