Trump in Europa: Für den Frieden, gegen den Terror

Donald und Melania Trump bei der Ankunft in Tel Aviv

Franziskus hatte vergangenes Jahr mit Blick auf Trumps Pläne zum Mauerbau an der mexikanischen Grenze gesagt, wer über Mauern statt über Brücken nachdenke sei "nicht christlich".

Shake Hands im Vatikan: US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch Papst Franziskus getroffen.

Am Mittwochmorgen nahm Donald Trump mit seiner Frau Melania und Tochter Ivanka an einer Privataudienz im Vatikan teil. "Danke, danke, ich werde nicht vergessen, was Sie gesagt haben". Über Inhalte des Gesprächs wurde zunächst nichts bekannt. Auf der Medaille, die der Papst dem Präsidenten übergab, war ein Olivenzweig zu sehen. "Ein Symbol des Friedens", sagte der Argentinier. So fürchten die europäischen Partner, dass Trump aus dem Pariser Klimaschutzabkommen austreten könnte. Außerdem schenkte er ihm drei seiner Lehrschreiben - darunter die zweite Enzyklika "Laudato si'", die sich mit dem Umwelt- und Klimaschutz befasst - ein Thema, bei dem die Positionen der Beiden weit auseinander gehen. "Ich werde sie lesen", versicherte Trump und überreichte dem Papst Schriften des Bürgerrechtlers Martin Luther King.

Der Präsident wurde von seiner Frau Melania Trump, einer Katholikin, begleitet, die dem Protokoll entsprechend schwarz trug. Georg Gänswein, deutscher Präfekt im Vatikan, begrüßte die geladenen Gäste.

Am Morgen war Trump von Franziskus in Privataudienz empfangen worden. "Eine Ehre fürs Leben, seiner Heiligkeit Papst Franziskus zu begegnen". "Es gibt immer Türen, die nicht geschlossen sind".

Bei der Vorstellung der Delegation Trumps im Anschluss an die Unterredung wirkte die Stimmung gelöster. Zu Beginn seiner Amtszeit hatte es zahlreiche Misstöne gegeben, als Trump die NATO und die Europäische Union in Frage stellte. Zudem trug die First Lady einen schwarzen Schleier. So wählte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch bei Franziskus einen schwarzen Hosenanzug ohne Schleier. "Ich denke, die werden Sie mögen". "Es war den Netanjahus wichtig, dass sich der US-Präsident fühlt wie zuhause", sagte der Koch. Mit betont ernster Miene schreitet Trump dann durch die marmornen Gänge auf den Termin mit dem Papst zu. Und immer wieder ruft er zu Solidarität mit Migranten auf, während Trump ihnen gerne die Einreise in die USA verwehren würde.

Der Papst beschwert sich darüber, dass Trump eine Mauer bauen will. Noch im Wahlkampf hatte Trump das Militärbündnis als obsolet bezeichnet. Trump nannte diese Äußerungen schändlich und sagte, der Papst sei von Mexikos Regierung irregeleitet worden.

Kurz vor dem Besuch von Trump zeigten sich dennoch beide optimistisch. Trump äußerte sich ähnlich.

Bereits zuvor hatte sich Trump in der saudischen Hauptstadt Riad überzeugt davon gezeigt, dass eine Lösung des Nahostkonfliktes die gesamte Region befrieden könnte. Er ist Presbyterianer, das ist der größte Zweig der reformierten Kirchen.

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