Trump zu Besuch bei Papst Franziskus eingetroffen

Donald und Melania Trump bei der Ankunft in Tel Aviv

Der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Georg Gänswein (rechts), begrüßte Melania und Donald Trump.

Der US-Präsident schenkte dem Pontifex eine Box mit Büchern von Martin Luther King.

Aus etwa sechzig Autos bestand der Autokonvoi von Donald Trump, der kurz nach acht Uhr früh über die abgesperrte Via della Conciliazione auf den Petersdom zurollte. First Lady Melania Trump wird indes das vatikanische Kinderkrankenhaus "Bambino Gesu" besuchen.

Der Papst schaute zunächst sehr ernst, später lächelte er aber auch viel. Beim Abschied versicherte Trump dem Papst, er werde nicht vergessen, was dieser ihm gesagt habe.

Das Treffen war mit Spannung erwartet worden, da Trump und Papst Franziskus sehr unterschiedliche Positionen vertreten und sich im Vorfeld auch gegenseitig kritisiert hatten. "Pizza, ja", antwortete die First Lady, wie bei der Live-Übertragung des Besuchs zu hören war.

Es war die erste Begegnung zwischen Franziskus und dem Präsidenten.

Trump will heute auch mit dem italienischen Präsidenten Mattarella und Ministerpräsident Gentiloni zusammenkommen. Damit bezog sich der Papst auf die von Trump geplante Mauer zu Mexiko. Die Begegnung mit dem Papst war auf 20 Minuten angesetzt, danach wollten der Präsident und seine Frau Melania die Sixtinische Kapelle besichtigen. „Es ist eine gute Übung für Europa und auch für den Papst, von Trump zu hören“, sagte Lee aus Alabama. Wegen des geplanten Baus einer Mauer an der Grenze zu Mexiko hatten sich Trump und Franziskus während des US-Präsidentschaftswahlkampfs einen verbalen Schlagabtausch geliefert. Auch Außenminister Rex Tillerson und Sicherheitsberater McMaster begleiteten Trump in den Vatikan, wurden von ihm dem Papst vorgestellt und trafen dann zusammen mit Trump noch mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zu einem Gespräch zusammen. Auch ihre politischen Positionen liegen weit auseinander: Vor allem bei den Themen Migration und Umweltschutz.

Bereits zuvor hatte sich Trump in der saudischen Hauptstadt Riad überzeugt davon gezeigt, dass eine Lösung des Nahostkonfliktes die gesamte Region befrieden könnte. Er ist Presbyterianer, das ist der größte Zweig der reformierten Kirchen. Nach dem Privatgespräch mit dem US-Präsidenten witzelte der 80-jährige Pontifex mit First Lady Melania über die Essgewohnheit ihres Mannes: "Was geben Sie ihm zu essen?", übersetzte der Dolmetscher die Frage. Er bezeichnet sich als Protestant.

Nach dem Gespräch mit dem Papst traf Trump Vertreter des vatikanischen Staatssekretariats. Anschließend wollte Trump weiter nach Brüssel reisen, wo am Donnerstag der Nato-Gipfel stattfindet. Und der Papst gilt als Liebhaber des Kuchens - aber auch als Pizza-Fan hatte er sich schon geoutet.

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