Unternehmen: Merkel von Aufschwung der Elektromobilität überzeugt

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Mit viel Symbolik und Zukunftsmusik hat Daimler am Montag im sächsischen Kamenz die Grundsteinlegung für eine zweite Batteriefabrik gefeiert. "Unter der Marke EQ schaffen wir ein ganzheitliches Ökosystem für die E-Mobilität", sagte Zetsche. Die lokale Fertigung von Batterien ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in unserer Elektrooffensive und der entscheidende Baustein, um die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen flexibel und effizient zu bedienen.

Bis 2022 sollen mehr als zehn neue Elektroautos in Serie gehen: vom smart bis zum großen SUV. Das sächsische Kamenz soll in diesem Verbund als Kompetenzzentrum dienen. Durch die Erweiterung vervierfacht sich die Produktions- und Logistikfläche in Kamenz auf insgesamt rund 80.000 m². Die Zahl der Mitarbeiter am Standort soll in den nächsten Jahren auf über 1.000 Mitarbeiter verdoppelt werden.

Accumotive-Geschäftsführer Frank Blome erklärte bei der Grundsteinlegung, sein Unternehmen habe bisher mehr als 80.000 Batterien "auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie geliefert". Die zweite Kamenzer Fabrik sei zudem als klimaneutrale Fabrik konzipiert. Allerdings werden in der neuen Fabrik die Batterien nicht komplett gefertigt: Wie etwa auch BMW lässt sich Daimler die Zellen von Herstellern aus Asien zuliefern.

Vom ursprünglichen Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen, hatte sich Merkel kürzlich zwar verabschiedet. Die neue Fabrik soll bereits in einem reichlichen Jahr fertig sein. Das erste EQ-Serienfahrzeug wird zum Ende der Dekade im Mercedes-Benz Werk Bremen vom Band laufen. Accumotive baut die Systeme aber nicht nur, sondern entwickelt sie auch. Das richtungsweisende 48-Volt-Bordnetz feiert in der neuen Generation der S-Klasse Premiere und wird in verschiedenen Baureihen Einzug halten.

Auch die Nutzfahrzeug-Sparten von Daimler treiben setzen auf die Elektrifizierung ihres Portfolios. Auch die Elektroausgaben von Vito, Sprinter und Fuso eCanter werden mit Antriebsbatterien aus Kamenz ausgerüstet. Daimler Trucks werde noch in diesem Jahr mit einer Kleinserie des Fuso eCanter starten. Je nach Aufbau, Beladung sowie Einsatzprofil sei mit dem 7,5-Tonner eine Reichweite von mehr als 100 km ohne stationäres Nachladen möglich. Rund 150 Fahrzeuge werden an ausgewählte Kunden in Europa, Japan und den USA übergeben.

Außerdem startet Mercedes-Benz Trucks noch 2017 die Kundenerprobung des Urban eTruck, eines schweren Verteiler-Lkw mit E-Antrieb.

Um dem Daimler-Konkurrenten Tesla, der schon länger im Geschäftsfeld Batteriespeicher aktiv ist, die Stirn zu bieten, arbeitet Accumotive eng mit Mercedes-Benz Energy zusammen.

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