Alle 22 Todesopfer identifiziert: Polizei geht von Netzwerk rund um Manchester

Alle 22 Todesopfer identifiziert: Polizei geht von Netzwerk rund um Manchester

Abdul Wahab Hafidah, ein Freund des 22-jährigen Attentäters Salman Abedi, war britischen Medienberichten zufolge im Mai 2016 in Manchester von britischen Jugendlichen verfolgt und schließlich erstochen worden.

- Der IS-Kontakt: Vieles deutet darauf hin, dass der Täter in Verbindung zur Terrormiliz IS stand. Der Brite sei libyscher Herkunft, aber in Großbritannien aufgewachsen und habe sich "plötzlich nach einer Reise nach Libyen und dann wahrscheinlich nach Syrien radikalisiert und hat entschieden, diesen Anschlag zu begehen". Die Frau war laut Polizei privat bei dem Konzert. Damit steigt die Zahl der in Großbritannien Festgenommenen in Verbindung mit der Attacke auf fünf.

Ein weiterer Bruder des bei dem Anschlag getöteten Abedi, Haschim, sowie sein Vater waren am Mittwoch in der libyschen Hauptstadt Tripolis festgenommen worden. Details zu ihnen nannte Hopkins nicht, unter den Festgenommenen sind aber nach Informationen auch der Vater und der Bruder des Attentäters in Libyen. Das erklärte der Polizeichef von Manchester. Von Alexander Menden mehr. Die politischen Parteien kündigten an, ab Donnerstag wieder in den nach dem Anschlag zunächst ausgesetzten Wahlkampf zu treten. Seit dem Anschlag waren alle Auftritte abgesagt worden. Wie der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, setzte sie den Wahlkampf für die am 8. Juni geplante Parlamentswahl aus. Das könnte zum Beispiel bei Großveranstaltungen in den nächsten Tagen der Fall sein, sagte Rudd. Vor dem Anschlag hielt sich Abedi nach Angaben der türkischen Behörden überdies am Atatürk-Flughafen in Istanbul auf. Großbritannien rief nach dem Angriff auf ein Konzert der US-Sängerin Ariana Grande erstmals seit 2007 die höchste Terrorwarnstufe aus. Ihre Mutter und Schwester seien verletzt im Krankenhaus. Etliche Opfer hätten auch Schädel-Hirn-Verletzungen. Zuletzt wurde nach Angaben der Polizei im Durchschnitt jeden Tag eine Person im Zusammenhang mit einem Terrorverdacht festgenommen.

Nach dem Anschlag von Manchester mit 22 Todesopfern sucht die Polizei weiter nach möglichen Komplizen des Attentäters.

Mit der Anhebung der Terrorwarnstufe ist auch verbunden, dass Soldaten an strategischen Orten stationiert werden. Nach Angaben von Scotland Yard sollen die Militärs unter anderem am Buckingham-Palast, am Parlament und vor Botschaften zum Einsatz kommen. Die Ausführung des Anschlags sei "anspruchsvoller gewesen als einige der Anschläge, die wir davor erlebt haben", sagte Innenministerin Amber Rudd dem Radiosender BBC. Er soll sich zweitweise in Syrien aufgehalten haben. Auch diese Dokumente waren offenbar Teil des Ermittlungsmaterials, das die britischen Geheimdiensten ihren US-Partnern unter dem Siegel der Vertraulichkeit zukommen ließen. Beides wurde von der britischen Polizei bisher nicht bestätigt. Von Thorsten Denkler mehr. Deshalb ist ihnen auch neu, dass Abedi im Jahr 2015, wie Medien berichten, von Frankfurt am Main nach Großbritannien geflogen sein soll. Ramadan Abedi betonte: "Wir verurteilen diese terroristischen Taten auf Zivilisten, unschuldige Menschen". Kurz vor dem Terroranschlag soll Abedi zu Besuch in Libyen gewesen sein, wo ein Teil seiner Familie lebt. Er habe "normal" geklungen und sei bereits vor eineinhalb Monaten in Libyen gewesen.

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