Großbritannien: Polizei geht von Netzwerk rund um Manchester-Attentäter aus

Ermittler in der Elsmore Road in Manchester Salman Abedi wurde in Großbritannien geboren und wuchs in Manchester auf

Nach einem Bericht von "Focus Online" war der Manchester-Attentäter Salman Abedi vier Tage vor dem Anschlag von Düsseldorf aus in die britische Stadt geflogen.

Der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins, hatte erklärt, er gehe davon aus, "dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen". Den britischen Sicherheitsbehörden war der Studienabbrecher nach Angaben von Innenministerin Amber Rudd bereits vor der Tat bekannt. Er starb bei der Attacke. Er habe ausgesagt, während der Vorbereitungen in Großbritannien gewesen zu sein. Großbritannien rief nach dem Angriff auf ein Konzert der US-Sängerin Ariana Grande erstmals seit 2007 die höchste Terrorwarnstufe aus. Er sei Mitte April ausgereist, danach aber mit seinem Bruder in Manchester in ständigem Kontakt gewesen. Er hatte bei dem Attentat am Montag 22 Menschen mit den Tod gerissen, unter ihnen Kinder und Jugendliche. Verbindungen zum IS seien "erwiesen". "Das ist furchtbar, sehr böse", sagte die 91-Jährige. Medienberichten zufolge wurde Abedi 1994 in Manchester geboren und studierte in der nordenglischen Stadt. Einige Familienmitglieder sollen kürzlich nach Libyen zurückgekehrt sein. 20 der 64 Verletzten wurden am Mittwoch immer noch auf der Intensivstation behandelt. Einem deutschen Arzt zufolge, der in Manchester arbeitet, enthielt die Bombe Nägel. Dadurch erhält die Polizei nun Hilfe vom Militär. Der weltberühmte Wachwechsel vor dem Buckingham-Palast wurde für Mittwoch abgesagt, um Personal für anderen Aufgaben freuzustellen. Aus Respekt vor den Opfern sagte der FC Chelsea seine geplante Siegesparade zum Gewinn der englischen Fußballmeisterschaft ab. Man schätze die wichtigen Beziehungen zu Geheimdiensten, Polizei und Sicherheitspartnern weltweit hoch ein.

Manchester/Brüssel. Nach dem Terroranschlag von Manchester wird die Zusammenarbeit von Großbritannien und den USA auf eine harte Probe gestellt. Die Sicherheitsvorkehrungen sind deutlich schärfer als bei früheren Kirchentagen. Sie zeigte sich gegenüber dem Sender Radio 4 verärgert darüber, dass in den USA Details über den Anschlag auf Besucher eines Popkonzerts an Medien durchgestochen worden seien.

Nach dem Anschlag hat Großbritannien erstmals seit zehn Jahren die Terrorwarnstufe auf das höchste Niveau ("critical threat level") angehoben. Damit können hunderte Soldaten an besonders schutzbedürftigen Orten wie dem Londoner Parlament postiert werden. Die militärischen Kräfte stehen dabei unter dem Kommando der Polizei.

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