Großbritannien: Weitere Festnahme in Manchester nach Anschlag

Wie "Focus-online" unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, nahm der Attentäter 2015 an einem militärischen Trainingscamp in Syrien teil und reiste danach über Frankfurt zurück nach Großbritannien.

Dem Bericht zufolge war Abedi namentlich nicht in internationalen Fahndungssystemen erfasst.

Die Durchsuchung habe nicht am Ort der Festnahme stattgefunden, sondern in einem anderen Gebäude, teilte die Polizei weiter mit. Inzwischen wurde auch der Vater der beiden in der libyschen Stadt Tripolis festgenommen. Eine Frau wurde allerdings am frühen Morgen ohne Anklage wieder freigelassen. Derweil geht die Suche nach möglichen Komplizen weiter.

Für den Anschlag auf ein Popkonzert wird der 22-jährige Salman Abedi, ein libyschstämmiger Brite, verantwortlich gemacht. Insgesamt 116 Menschen seien in Krankenhäuser eingeliefert worden.

In Manchester geht offenbar die Angst vor einer zweiten Bombe um.

Premierministerin Theresa May betonte, die höchste Terror-Warnstufe bleibe bestehen. Laut Regierung werden derzeit knapp 1000 militärische Kräfte zur Unterstützung der Polizei eingesetzt.

Der festgenommene Bruder Abedis räumte ein, der Attentäter sei Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gewesen. Der 22-Jährige sei dem britischen Geheimdienst bekannt gewesen, aber nicht regelmäßig überprüft worden, hieß es. Einige Familienmitglieder sollen kürzlich nach Libyen zurückgekehrt sein. Jederzeit gebe es bis zu 3000 Personen, die für den Geheimdienst von besonderem Interesse seien. Anwohner wurden aufgefordert, die Gegend sofort zu verlassen. US-Medien hatten auch als erste den Namen des Attentäters veröffentlicht. Das Vertrauen zwischen den Partnern hatte Schaden genommen, nachdem US-Behörden den amerikanischen Medien britische Ermittlungsergebnisse zugespielt hatten, die aus Fahndungsgründen noch geheim gehalten werden sollten.

Innenministerin Rudd sagte dem Sender BBC Radio 4 noch vor Veröffentlichung der Fotos, die US-Lecks seien irritierend. "Offen gestanden hatte sich die britische Polizei sehr deutlich ausgedrückt, dass sie den Informationsfluss kontrollieren will, um die operative Integrität zu schützen, den Überraschungsmoment", sagte sie.

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