Manchester-Anschlag - Nun insgesamt vier Verdächtige in Gewahrsam

Manchester-Anschlag - Nun insgesamt vier Verdächtige in Gewahrsam

In Großbritannien wurde diese Maßnahme im Anti-Terror-Kampf bisher noch nicht ergriffen. Wurden wichtige Erkenntnisse durchgestochen? Einem deutschen Arzt zufolge, der in Manchester arbeitet, enthielt die Bombe Nägel. "Offen gestanden hatte sich die britische Polizei sehr deutlich ausgedrückt, dass sie den Informationsfluss kontrollieren will, um die operative Integrität zu schützen, den Überraschungsmoment", sagte sie. "Diese Leaks sensibler Informationen sind eine ernste Bedrohung unserer nationalen Sicherheit", sagte Trump in Brüssel. Er war den britischen Sicherheitsbehörden bekannt, wie Großbritanniens Innenministerin Amber Rudd sagte. So hatte etwa die "New York Times" Fotos vom Tatort veröffentlicht, die unter anderem Reste der Bombe sowie den Rucksack des Attentäters zeigten.

Der Name des Attentäters war am Dienstag zuerst in US-Medien aufgetaucht.

Eine Festnahme erfolgte nach Polizeiangaben im Vorort Withington, die zweite in Manchester.

Bei dem Anschlag starben am Montag 22 Menschen, Dutzende wurden verletzt.

Die britische Regierung geht davon aus, dass Abedi nicht allein gehandelt hat. Bis Donnerstag wurden in Großbritannien acht Verdächtige festgenommen, unter ihnen laut Medienberichten der ältere Bruder Abedis. "Ich glaube, es ist ganz klar, dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen", sagte der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins. Die Polizei sprach am Mittwoch von einem Netzwerk. Diese stützten ihre Angaben auf eine vertrauliche Unterrichtung, die britische Stellen ihren US-Kollegen in London gegeben hätten.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat das Attentat für sich reklamiert. Er sei Mitte April ausgereist, danach aber mit seinem Bruder in ständigem Kontakt gewesen.

Die Polizei in Manchester teilte am Mittwoch mit, man sei nun sicher, die Identität aller Todesopfer zu kennen. Nach Erkenntnissen der Polizei flog Salman Abedi vier Tage vor dem Anschlag in Manchester über den Flughafen Düsseldorf nach Großbritannien. Auf die Frage, ob US-Vertreter durch die offenkundige Weitergabe der Informationen die britischen Ermittlungen kompromittiert hätten, entgegnete Rudd: "So weit würde ich nicht gehen".

Die Reaktion der Politik: Premierministerin Theresa May und Herausforderer Jeremy Corbyn unterbrachen den Wahlkampf für die Parlamentswahl am 8. Juni. Premierministerin Theresa May sagte, das Militär werde die bewaffnete Polizei unterstützen. Ursache für den Alarm sei ein verdächtiges Paket gewesen, erklärte die Polizei am Mittag.

Deutsche Ermittler untersuchen demnach auch einen weiteren Aufenthalt in Deutschland: 2015 sei Abedi von Frankfurt am Main nach Großbritannien geflogen. Insgesamt 20 Verletzte waren am Mittwoch noch in einem kritischen Zustand.

Königin Elizabeth II. besuchte am Donnerstag ein Kinderkrankenhaus, in dem mehrere Opfer behandelt werden. "Das ist furchtbar, sehr böse", sagte die 91-Jährige. Er sei 1994 in Manchester geboren worden und habe in der nordenglischen Stadt studiert.

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