Relegation: Wolfsburg gewinnt Hinspiel mit 1:0

Die beiden vom Volkswagen Konzern gesponserten Teams aus Niedersachsen könnten in der Bundesliga Relegation aufeinandertreffen. Quelle dpa

Für Eintracht Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht war ein Trainingslager vor dem ersten Relegationsspiel beim VfL Wolfsburg keine Option.

Die Mannschaft von Trainer Andries Jonker besiegte den Zweitligisten Eintracht Braunschweig im hitzigen Hinspiel des Relegations-Derbys mit 1:0 (1:0) und hat damit gute Chancen auf den Last-Minute-Klassenerhalt. Auch was den Druck angeht, ist die Ausgangslage komplett anders.

Für die Eintracht ging es darum, diese Saison mit dem Aufstieg in die Bundesliga zu veredeln, der VfL zitterte vor dem Horrorszenario des Abstiegs.

"Für uns ist die Relegation nun eine Art Rettungs-Fallschirm".

Auch dank der Schützenhilfe des BSV Rehden (2:1 gegen den VfL-Konkurrenten VfB Lübeck) durften die Wolfsburger damit einen versöhnlichen Saisonabschluss feiern. Wolfsburg konnte das Spiel für sich entscheiden. "Und dafür werden wir alles tun". Die beide Spiele finden bereits kommende Woche statt. Ricardo Rodriguez fehlte wegen seiner Verletzung am Sprunggelenk.

Wie es für Rebbe und Jonker in Wolfsburg weitergeht, hängt maßgeblich am Abschneiden in der Relegation ab. Dank Torjäger Mario Gomez winkt dem VfL Wolfsburg ein positives Ende seiner Horror-Saison. "Wir bleiben erstklassig. Dazu stehe ich nach wie vor". Stattdessen müssen die Braunschweiger in die ungeliebte Relegation.

Bei Eintracht Braunschweig kehrte zuletzt wieder Normalität ein. Mut schöpfen die Blau-Gelben aus der Erstliga-Saison 2013/14.

"Der Teamspirit bei uns liegt nicht brach, der ist sehr ausgeprägt", sagte Lieberknecht mit einer kleinen Spitze in Richtung des Millionen schweren Starensembles aus Wolfsburg. "Der VfL hat viel Geld und große Stars, wir haben unsere Mittel", sagte Domi Kumbela.

In der 3500-Seelen-Gemeinde De Lutte verkrochen sich die Wölfe im Vier-Sterne-Hotel Bloemenbeek - und versuchten ihren Fokus nach dem vergebenen Matchball in Hamburg (1:2) voll auf die Eintracht zu legen.

Für den vierten Aufstieg der Vereinsgeschichte benötigen die Löwen am Montag einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied. Flaschen flogen, der Anreiseverkehr wurde stark behindert - warum hätte es an diesem Abend mit dem ersten Duell der beiden Lokalrivalen auch anders laufen sollen?

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