Terrorismus : Polizei: Manchester-Attentäter ist in Düsseldorf umgestiegen

Der Attentäter von Manchester Salman Abedi

Salman Abedi sei Teil eines größeren Netzwerkes gewesen, sagte der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins, am Mittwoch. Die Familien seien kontaktiert und würden von Fachleuten betreut.

Nach der Terrorattacke von Manchester sind am Mittwoch drei Männer festgenommen worden. Das teilte die Polizei mit. Während die Eltern und zwei seiner Geschwister nach Libyen zurückkehrten, nachdem Ghadhafi gestürzt war, blieben Abedi und ein Bruder in England. Damit sind insgesamt vier Verdächtige in Gewahrsam. Der Rucksack, so berichtete Sky News unter Berufung auf die Polizei, könnte bei dem Attentat eine Rolle gespielt haben.

Der mutmaßliche Attentäter war dem Geheimdienst bekannt. Er war den britischen Sicherheitsbehörden bekannt, wie Großbritanniens Innenministerin Amber Rudd sagte. "Ich habe unseren Freunden gegenüber sehr klar gemacht, dass so etwas nicht mehr passieren darf", sagte Rudd.

Der 22-jährige Attentäter Abedi hatte sich am Montagabend in Manchester nach dem Ende eines Popkonzerts in die Luft gesprengt. Sie soll sehr religiös gewesen sein und sich in einer Moschee der Stadt engagiert haben.

Nach Geheimdiensterkenntnissen war Abedi nach Libyen und wahrscheinlich auch nach Syrien gereist. Nach einer Aussprache mit ihren US-Kollegen nahmen die britischen Ermittler den Informationsaustausch wieder auf, sagte Mark Rowley, der oberste britische Terror-Ermittler, in der Nacht zum Freitag.

Geklärt werden soll noch, ob der Attentäter dabei Menschen kennengelernt hat, die er vor seinem Anschlag in Nordrhein-Westfalen oder Hessen traf.

Nach dem Terroranschlag von Manchester gilt in ganz Großbritannien weiter die höchste Terror-Warnstufe.

Dies ergebe sich aus französischen und britischen Geheimdienstinformationen.

Für den Geheimdienst Großbritanniens war Salman Abedi kein Unbekannter.

Das Militär kann jetzt nach Ausrufung der höchsten Sicherheitsstufe die Polizei unterstützen. Das bedeutet, dass mit einem unmittelbar bevorstehenden Anschlag gerechnet wird. Die Ermittler wollten bislang noch keine Details zu dem jungen Mann bekanntgeben, der durch einen selbstgebauten Sprengsatz mindestens 22 Menschen vor einer Konzerthalle mit in den Tod gerissen haben soll. Nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA kam der Hinweis auf den Mann aus den USA. Medienberichten zufolge war er 1994 als Sohn libyscher Flüchtlinge in Manchester geboren worden. Die Briten hätten "neue Zusagen" erhalten, dass den US-Behörden vertrauliches Material anvertraut werden könne. Der Wahlkampf wurde unterbrochen.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich. US-Präsident Donald Trump verurteilte die mutmaßlichen Durchstechereien amerikanischer Regierungsbehörden scharf und kündigte an, das Justizministerium um Ermittlungen zu bitten.

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