Aachen: Vater verprügelt mit seinen Söhnen acht Polizisten

Ein Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens

Acht Beamte werden verletzt, stellt Staatsanwalt Joel Güntert am Freitag bei Beginn des Prozesses am Landgericht Aachen fest.

Laut Anklage bedrohte der 47 Jahre alte Vater im November letzten Jahres in Düren einen städtischen Mitarbeiter, als dieser ein Knöllchen schrieb: Wenn sich der Kontrolleur noch mal in der Straße blicken lasse, werde er ihn umbringen, soll der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft sinngemäß gesagt haben. Der soll entgegnet haben: "Hier gewinnt nicht der, der am lautesten schreit".

Der 29-Jährige ist unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Der Vater und ein Sohn, beide türkischstämmige Deutsche, wurden laut Polizei am Tatort festgenommen. Aufgrund der aggressiven Situation rief der Polizist per Notruftaste im Streifenwagen Verstärkung, die nach und nach kam.

Es entwickelt sich ein dynamisches Geschehen, wie aus der Anklage hervorgeht: Der Vater geht zum körperlichen Angriff auf einen Polizisten über, greift zu einem Radmutterschlüssel und wird von einem Kollegen des Polizisten mit Pfefferspray abgewehrt. Der 29-Jährige schlug einem Polizisten mit einem Radmutterschlüssel ins Gesicht und zertrümmerte ihm die Augenhöhle. Auch sein 28 Jahre alter Bruder und der Vater sollen versucht haben, mit dem schweren Werkzeug zuzuschlagen und sind unter anderem der versuchten gefährlichen Körperverletzung angeklagt. Nur der Jüngere will sich später zu den Vorwürfen äußern. Das wirke bei den Polizisten nach. In dem Verfahren, das bis zum 31. August laufen soll, sind 60 Zeugen geladen.

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