Aktivisten: Anti-IS-Koaliton tötet 80 Angehörige von IS-Kämpfern in Syrien

Viele Tote bei Angriff in Syrien Bild AFP

Die internationale IS-Koalition hat nach Angaben von Aktivisten bei einem Luftangriff in Syrien mindestens 80 Verwandte von IS-Kämpfern getötet. "Alle Staaten", die derartige Einsätze flögen, müssten "viel sorgfältiger darauf achten, zwischen legitimen militärischen Zielen und Zivilisten zu unterscheiden", teilte UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein am Freitag in Genf mit.

Auch gibt es immer wieder Berichte Geflüchteter, aus dem ISIS-Gebiet, dass die Terroristen Zivilisten als lebende Schutzschilde benutzen, sie dazu zwingen nahe der Frontlinie zu bleiben.

Bei den Opfern handle es sich um Familien von Kämpfern der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), erklärte die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" am Freitag. Demnach wurden dabei über 40 Kinder getötet.

Raketen hätten Häuser in dem von Extremisten kontrollieren Ort Al-Majadin getroffen, meldeten die Menschenrechtler weiter. Al-Majadin liegt nicht weit von der syrischen Grenze zum Irak entfernt.

Die Zahl der zivilen Opfer durch Luftangriffe der von den USA geführten Koalition erreichte laut der Beobachtungsstelle zuletzt einen neuen Höchststand. An der internationalen Koalition gegen den IS beteiligten sich zahlreiche Länder. Sie unterstützt derzeit die Offensive einer von Kurden angeführten Allianz auf Rakka. Die Angreifer sind bis auf wenige Kilometer an die Stadt herangerückt. Dieselben Menschen, die unter wahllosem Beschuss und Massenhinrichtungen des IS litten, fielen auch den "eskalierenden Angriffen aus der Luft" zum Opfer. Menschenrechtler sprechen von bis zu 106 zivilen Opfern. Dies sei besonders in den nordostsyrischen Provinzen Al-rakka und Dair as-Saur der Fall. Die Internetseite Airwars.org, für die ein in London ansässiger Zusammenschluss von Journalisten und Wissenschaftlern verantwortlich zeichnet, berichtet, noch nie seien seit Beginn der Luftangriffe so viele Zivilisten binnen zwei Monaten getötet worden wie im März und April dieses Jahres. Erst kürzlich räumte das Pentagon ein, das bei einem Angriff der Anti-IS-Koalition am 17. März auf ein Gebäude im nordirakischen Mossul unbeabsichtigt mehr als 100 Zivilisten ums Leben gekommen seien.

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