Im Alter von 87 Jahren Bekannter Kinder- und Jugendbuchautor Willi Fährmann

Der Kinder und Jugendbuch Autor Willi Fährmann starb im Alter von 87 Jahren

Die eigene Kindheit verlebte der in Duisburg-Beeck geborene Fährmann an der Grenze zwischen dem durchindustrialisierten Ruhrgebiet und dem ländlichen Niederrhein.

Willi Fährmann, einer der erfolgreichsten deutschen Jugendbuchautoren, ist tot. (1980). In "Das Jahr der Wölfe" beschreibt Fährmann die Flucht einer ostpreußischen Familie vor der Roten Armee. Die Fluchtgeschichte geht auf die Erinnerungen des Sohnes der Familie, der aus dem Heimatort von Fährmanns Vater stammte, zurück. Die Schilderungen regten ihn zu Recherchen für eine Familiensaga an. Für sein Gesamtwerk erhielt der Autor 1978 den großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, das Verdienstkreuz 1. Wie sein Sohn mitteilte, starb Fährmann am Donnerstag im Alter von 87 Jahren. Für den ersten Teil der Bienmann-Tetralogie "Der lange Weg des Lukas B". Kindern und Jugendlichen "nicht Literatur auf Schmalspur, sondern Poesie" zu bieten, das war sein Anliegen. Aber er bestand eine Begabtensonderprüfung und studierte anschließend Pädagogik in Münster und Oberhausen. Bis zu seiner Pensionierung 1972 war er Schulrat. "Kristina, vergiss nicht" (1974), seine vielleicht beeindruckendste Heldin, war ein Mädchen, das in Polen als Deutsche und in Deutschland als Polin Verachtung und Ausgrenzung zu spüren bekam - Fährmann führte vor Augen, dass Unrecht nicht erst da beginnt, wo es zu einem Fall fürs Gericht wird. Die Stadt Xanten diente Fährmann des Öfteren als literarisches Motiv. Ende der 80er-Jahre erschien mit "Siegfried von Xanten" und "Kriemhilds Rache" seine Nacherzählung des "Nibelungenlieds".

Seine Erzählung "Es geschah im Nachbarhaus" (1968) ist im Xanten des 19. Jahrhunderts angesiedelt. Fährmann hinterlässt seine Ehefrau Elisabeth und drei Kinder.

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