In Deutschland fehlen fast 300.000 Kindergartenplätze

Am größten ist der Mangel an Betreuungsplätzen in Nordrhein-Westfalen

Nach IW-Angaben suchen landesweit die Eltern von rund 40 Prozent aller Kinder unter drei Jahren nach einem Betreuungsplatz.

In den westdeutschen Bundesländern verringerte sich die Betreuungslücke von 2015 auf 2016 lediglich in Hamburg, in allen anderen Ländern stieg sie zum Teil sehr stark.

Insgesamt fehlen in Deutschland laut Bericht fast 300 000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. "Deutschland braucht mehr als eine Millionen Plätze - im letzten Jahr lagen wir gerade mal bei 720.000 Plätzen", sagte IW-Ökonom Wido Geis der Bild-Zeitung. In Nordrhein-Westfalen gab es einen ebenfalls kräftigen Anstieg von gut 64.000 Plätzen auf rund 77.500.

Auch in Hessen haben Eltern seit 2013 einen Rechtsanspruch auf Betreuung in Kindertagesstätten.

Auch in Rheinland-Pfalz und Bayern ist die Quote ähnlich hoch, hier fehlen 16.704 beziehungsweise 52.131 Plätze. "Immer mehr Frauen wollen immer früher zurück in den Job, deshalb sind Familien früher auf Betreuung angewiesen". Ein neues Investitionsprogramm soll bis zum Jahr 2020 für 100.000 zusätzliche Kita-Plätze sorgen. "Denn immer mehr junge Mütter und Väter möchten früher wieder in den Beruf zurückkehren, immer mehr Kinder werden geboren", sagte die SPD-Politikerin. Gleichzeitig müsse die Erzieherausbildung besser gefördert werden, erklärte er. In Ostdeutschland besteht Bedarf für weitere 31.050 Plätze.

In einer gemeinsamen Erklärung forderten derweil 30 Organisationen bundesweit einheitliche Qualitätsstandards für Kitas.

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